Mecklenburg-VorpommernUmfrage: Mehrheit für spezialisierte Klinikbehandlung

Für eine komplizierte Behandlung lieber in die entfernte Spezialklinik fahren oder ins nächstgelegene Krankenhaus? In einer neuen Umfrage der Techniker Krankenkasse gibt es eine klare Tendenz.
Schwerin (dpa/mv) - Für die Mehrheit der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern ist einer Umfrage zufolge die Behandlungsqualität wichtiger als die Nähe einer Klinik zum Wohnort. In einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) gaben 88 Prozent der Befragten an, bei einer planbaren aufwendigen Behandlung oder Operation eher ein weiter entferntes Krankenhaus mit umfassender Erfahrung zu wählen, wie die TK mitteilte.
Zehn Prozent gaben demnach an, eher eine näher gelegene Klinik aufsuchen zu wollen, die aber nicht auf die Behandlung spezialisiert ist. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) betonte, dass sowohl die Behandlungsqualität erhöht als auch die wohnortnahe Versorgung gesichert werden müsse.
Die Krankenhausreform wird laut TK von 79 Prozent der befragten Menschen positiv bewertet. 20 Prozent sehen sie demnach eher kritisch. Für die telefonische Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 30. Januar bis 19. Februar rund 1.000 Personen ab 18 Jahren bevölkerungsrepräsentativ für das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern befragt.
Mehr spezialisierte Krankenhäuser
Die 2025 in Kraft getretene Krankenhausreform war von der Ampel-Koalition im Bund beschlossen worden und sieht vor, dass komplizierte Behandlungen künftig nur noch in dafür spezialisierten Kliniken durchgeführt werden.
Die geänderte Krankenhausreform sieht Drese allerdings kritisch. Das jüngst vom Bundesrat freigegebene Gesetz verschärfe die Probleme von Kliniken auf dem Land. Besonders problematisch seien dabei die bundesweit einheitlichen Regelungen für Mindestzahlen von Behandlungsfällen, sogenannte Mindestvorhaltezahlen.