Regionalnachrichten

Berlin & BrandenburgWieder Elch-Sichtung an A13 - Polizei: Tier hinter dem Zaun

22.10.2026, 13:59 Uhr
image
(Foto: Patrick Pleul/dpa)

Vor wenigen Tagen überquerte ein Elch die A13 im Süden Brandenburgs. Nun wird in der Nähe wieder ein Exemplar gesichtet. Die Polizei beruhigt: Der Elch blieb hinter einem Schutzzaun.

Groß Köris (dpa/bb) - Erneut hat die Sichtung eines Elchs an der Autobahn 13 bei Groß Köris im Süd Brandenburgs Aufregung und einen Einsatz der Polizei ausgelöst. Gegen 12.15 Uhr meldete ein Autofahrer einen Elch, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Süd. Autofahrer bremsten stark ab. Streifenwagen rückten aus.

Wie der Polizeisprecher sagte, stellte sich heraus, dass der Elch nicht auf der Autobahn lief, sondern hinter einem Wildschutzzaun blieb. Der Autofahrer habe zunächst Schlimmeres befürchtet und deshalb die Polizei alarmiert.

In einer Verkehrsmeldung im Radio war vor einem Elch auf der A13 in Richtung Dresden gewarnt worden.

Elch vor Tagen über A13 gelaufen

Vor wenigen Tagen hatte ein Elch die A13 bei Groß Köris, rund 50 Kilometer von Berlin entfernt, überquert. Die Autobahn wurde vorübergehend gesperrt, um Unfälle zu vermeiden. Eine Kollision eines Wagens mit einem hunderte Kilo schweren Elch kann mit schlimmen Folgen enden. Der Experte Benjamin Gillich vom Landeskompetenzzentrum Forst in Eberswalde sagte der dpa, er vermute, dass es sich bei diesem Tier um eine Elchkuh gehandelt habe, da auf dem Videomaterial kein Geweih zu erkennen sei.

Wie ungewöhnlich ist es, dass ein Elch die Autobahn überquert?

Es ist aus Expertensicht gut möglich, dass Elche Zäune auch entlang von Autobahnen überwinden. "Grundsätzlich können Elche während ihrer Wanderungen auch auf vom Menschen geprägte Strukturen wie Straßen oder Siedlungen treffen", sagte der Wildtierbiologe Gillich. "Oftmals folgen sie den Zäunen auf der Suche nach einer Lücke oder kehren wieder um." Sei ihre Motivation groß genug, könnten Elche auch die in Deutschland eingesetzten Wildschutzzäune überwinden.

Untersuchungen am Elch Bert, der mit einem GPS-Sender am Hals ausgestattet war, hätten gezeigt, dass er Straßen umso stärker mied, je größer diese waren. Bert lebte viele Jahre im Naturpark Nuthe-Nieplitz, er war im September plötzlich gestorben.

Quelle: dpa

Regionales