Hamburg & Schleswig-HolsteinADAC: Mehr Staustunden auf Schleswig-Holsteins Autobahnen

576 Tage Stillstand: Auf Schleswig-Holsteins Autobahnen ging es 2025 laut der ADAC-Staubilanz oft kaum voran. Wo waren die meisten Staus?
Kiel/München (dpa/lno) - Autofahrer in Schleswig-Holstein standen im vergangenen Jahr deutlich länger im Stau als 2024. Die Zahl der Staustunden auf Autobahnen nahm um rund 50 Prozent auf 13.813 Stunden zu, teilte der ADAC Schleswig-Holstein mit. Das entspreche 576 Tagen beziehungsweise gut 1,6 Jahren Stillstand. Der ADAC registrierte demnach auf den Autobahnen im Land insgesamt 11.196 Staus, die sich auf 20.702 Kilometer Länge summierten. 2024 waren es insgesamt 16.465 Kilometer Staulänge.
Bundesweit stieg die Zahl der Staustunden der ADAC-Staubilanz zufolge um 30.000 auf insgesamt 478.000 Stunden. Auch die Gesamtlänge der Staus legte mit rund 866.000 Kilometern leicht zu.
Baustellen sind deutschlandweit und auch im Norden weiterhin eine der Hauptursachen für Staus, wie der ADAC weiter mitteilte. Für 2026 rechnet der ADAC erneut mit einer hohen Verkehrsbelastung auf den Autobahnen. Eine nachhaltige Entspannung sei kurzfristig nicht in Sicht.
A7 im Norden besonders belastet
Im Norden verteilten sich die Stillstände 2025 auf mehrere Hauptverkehrsachsen. Besonders belastet war der Staubilanz zufolge die A7 (Hamburg-Flensburg). Die wichtigste Transitstrecke des Landes war erneut mit Abstand die staureichste Autobahn. Hier gab es die längsten und zeitintensivsten Staus – insbesondere im Bereich zwischen Neumünster, Rendsburg und der dänischen Grenze, wie der ADAC weiter mitteilte.
Auch auf der A1 (Heiligenhafen - Lübeck – Hamburg) gab es demnach hohe Belastungen durch Pendler- und Ferienverkehr, insbesondere im Raum Lübeck. Weitere Schwerpunkte waren die A23 (Heide – Itzehoe – Hamburg), die A20 (Bad Segeberg – Rostock) und die A24 (Hamburg – Schwerin – Berlin).
Wo gab es die längsten Einzelstaus?
Die längsten registrierten Einzelstaus gab es 2025 laut ADAC ebenfalls auf der A7. Zwischen dem Dreieck Bordesholm und dem Grenzübergang Ellund staute sich der Verkehr am 18. Oktober auf bis zu 37 Kilometer. Zwischen Neumünster-Nord und der Anschlussstelle Flensburg wurden am 27. Dezember bei einem Stau bis zu 33 Kilometer registriert. Zwischen der Anschlussstelle Flensburg/Harrislee und dem Kreuz Rendsburg gab es am 28. Juni einen bis zu 31 Kilometer langen Stau. Genauso lang war der Stau am 16. August zwischen der Anschlussstelle Neumünster-Nord und dem Grenzübergang Ellund.
Der längste Stau nach Dauer wurde ebenfalls auf der A7 zwischen der Anschlussstelle Warder und der Anschlussstelle Großenaspe registriert: Er dauerte rund 951 Minuten.
Wochenmitte besonders belastet
Die staureichsten Tage auf Schleswig-Holsteins Autobahnen im Wochenverlauf waren 2025 Mittwoch und Donnerstag. "Neben dem hohen Pendleraufkommen macht sich hier besonders der zunehmende Wirtschafts- und Lieferverkehr zur Wochenmitte bemerkbar", teilte der ADAC mit. Während der Ferienzeiten verlagerte sich das Staugeschehen demnach zusätzlich auf die klassischen Reisewellen.