Hamburg & Schleswig-HolsteinBlitzer-Offensive im Norden – Die Speedweek startet

Kindergarten, Baustelle oder Schule: Wer jetzt zu schnell fährt, riskiert mehr als ein Knöllchen. Warum die Aktion laut ADAC zur Sicherheit beiträgt.
Hamburg/Kiel (dpa/lno) - Auch im Norden Deutschlands stehen von heute bis Sonntag verstärkt Geschwindigkeitskontrollen auf dem Programm. In der sogenannten Speedweek wird vor allem auf unfallträchtigen Streckenabschnitten und in Gebieten mit besonderer Gefährdungslage deutlich mehr kontrolliert. Nach Angaben des ADAC beteiligen sich auch Hamburg und Schleswig-Holstein an dieser Aktion. Bundesweit seien nur Bayern, Sachsen und das Saarland nicht dabei, vermeldete der Automobilclub.
Zu den Bereichen, auf die ein besonderes Augenmerk gerichtet wird, gehören vor allem die Straßen rund um Schulen, Baustellen, Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäuser. In Hamburg will sich die Polizei auf einen Tag konzentrieren. Welcher das sei, werde im Voraus aber nicht bekanntgegeben.
Fahrverbote drohen
Laut dem aktuellen Bußgeldkatalog sind schon für eine Geschwindigkeitsüberschreitung von bis zu zehn Kilometern pro Stunde 30 Euro fällig. Ein Fahrverbot von einem Monat ist unter bestimmten Voraussetzungen bereits dann möglich, wenn man 26 km/h zu schnell unterwegs war und erwischt wurde.
Die Blitzer-Aktionswochen, die zweimal pro Jahr durchgeführt werden, leisten nach Ansicht des ADAC einen Beitrag zur Verkehrssicherheit, da sie den Verkehrsteilnehmenden die Gefahren schnellen Fahrens bewusst machen und sie entsprechend sensibilisieren können. "Allerdings können mit einer Aktion nicht alle Risiken im Straßenverkehr dauerhaft aus der Welt geschafft werden", hieß es in einer Mitteilung.
Zahl der Verkehrstoten leicht gestiegen
Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland im Jahr 2025 leicht auf 2.832 gestiegen. 2024 waren es bundesweit noch 2.770. Unangepasste Geschwindigkeit gilt als eine der häufigsten Unfallursachen.
"Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen, ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen", sagte Ulrich Chiellino, Leiter Verkehrspolitik des ADAC: "Jeder Verkehrsteilnehmende sollte sein Verhalten immer wieder hinterfragen und falls nötig verändern."