Hamburg & Schleswig-HolsteinErmittlungen nach Fund von gefährlichem Abfall im Wald

Wie groß ist der Umweltschaden nach dem Fund von Salzsäure und Isopropanol in einem Wald im Kreis Pinneberg? Experten prüfen die Folgen.
Lutzhorn (dpa/lno) - Nach dem Fund gefährlicher Abfälle in einem Waldstück in Lutzhorn (Kreis Pinneberg) dauern die Ermittlungen an. Eine Spaziergängerin hatte die illegale Ablagerung zahlreicher Kanister am Freitag gemeldet. Mehrere Medien berichteten darüber.
Kanister mit gefährlichen Chemikalien
Nach Angaben der Kooperativen Leitstelle Elmshorn verluden Spezialisten der Feuerwehr die zum Teil beschädigten Behälter auf ein Fahrzeug. Am Abend wurde die Ladung zur Vernichtung zu einem Spezialunternehmen nach Hamburg gebracht. Den Angaben zufolge handelte es sich unter anderem um Salzsäure und Isopropanol. Möglicherweise befanden sich weitere Chemikalien in den Behältern.
Salzsäure ist eine meist farblose, stechend riechende Flüssigkeit, von der bei Kontakt erhebliche Gesundheitsgefahren ausgehen können. Isopropanol ist ein farbloser, brennbarer Alkohol, der unter anderem in Desinfektionsmitteln eingesetzt wird. Der Sprecher der Kreisfeuerwehr, Michael Bunk, berichtete dem "Hamburger Abendblatt" zufolge von mindestens einem undichten Salzsäurekanister. Polizeisprecher Maik Saidel sagte dem Bericht zufolge, es seien Ermittlungen wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen eingeleitet worden.
Ausmaß des Umweltschadens noch unklar
Wie groß der Umweltschaden durch ausgelaufene Flüssigkeiten ist, wird derzeit untersucht. Am Einsatzort waren nach Angaben der Leitstelle auch Vertreter der unteren Wasserbehörde des Kreises Pinneberg vor Ort.
Nach Paragraf 326 des Strafgesetzbuches kann der unerlaubte Umgang mit Abfällen mit Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.