Hamburg & Schleswig-HolsteinNach Schüssen von Heimfeld - mutmaßlicher Hintermann gefasst

Mitte Juni fallen Schüsse vor einer Schule in Hamburg-Heimfeld. Ein Mann wird am Bein verletzt. Die Ermittlungen führen zu fünf Festnahmen. Aber noch ist der Fall nicht aufgeklärt.
Hamburg (dpa/lno) - Zwei Monate nach Schüssen auf einen Mann in Hamburg-Heimfeld hat die Polizei einen mutmaßlichen Hintermann der Tat festgenommen. Spezialkräfte durchsuchten am Dienstag eine Wohnung im Stadtteil Neugraben und führten drei Türken ab. Einer von ihnen, ein 30-Jähriger, stehe im Verdacht, die Tat in Heimfeld in Auftrag gegeben zu haben.
Am 15. Juni war ein 45-Jähriger im Schwarzenbergpark nahe einer Schule in Heimfeld durch einen Schuss ins Bein schwer verletzt worden. Anwohner hatten die Polizei alarmiert und zwei Männer weglaufen sehen. Eine Sofortfahndung blieb ohne Ergebnis.
Am 1. Juli nahm die Polizei zwei Türken fest. Gegen einen 46-Jährigen wurde Haftbefehl erlassen, ein 31-Jähriger kam wieder frei. Bei der Durchsuchung von drei Wohnungen in den Stadtteilen Harburg und Neugraben sowie im niedersächsischen Meckelfeld wurden zwei scharfe Schusswaffen, mehrere Handys, geringe Mengen Drogen und rund 34.000 Euro sichergestellt.
Verdächtige an Ausländeramt übergeben
Auch bei der aktuellen Durchsuchung in Neugraben fanden die Beamten eine scharfe Schusswaffe, mehrere Handys und rund 20.000 Euro in bar. Die Waffe habe ein 31-Jähriger bei sich gehabt.
Gegen den 30-Jährigen hätten zwei Abschiebehaftbefehle vorgelegen, hieß es. Der Mann wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung dem Amt für Migration übergeben. Der dritte Festgenommene im Alter von 30 Jahren stehe ebenfalls im Verdacht, sich illegal in Deutschland aufzuhalten. Auch er wurde dem Ausländeramt übergeben.
Wer am 15. Juni in Heimfeld auf den Mann geschossen hat, ist weiter unklar. Die Ermittlungen zu dem noch unbekannten Schützen dauerten an, hieß es. Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise.