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Hamburg & Schleswig-HolsteinUnternehmen erhalten Prämien für neue Ausbildungsplätze

21.07.2026, 12:17 Uhr
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Unternehmen in Schleswig-Holstein können Prämien für neue Ausbildungsplätze bekommen. Ein inklusiver Arbeitsmarkt ist ein Gewinn, sagt Sozialministerin Touré.

Blumenthal (dpa/lno) - Mit fünf Millionen Euro für modernere Inklusionsbetriebe will das Integrationsamt die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Schleswig-Holstein stärken. "Menschen mit Behinderungen sollen selbstbestimmt arbeiten und ihre Fähigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einbringen können", sagte Sozialministerin Aminata Touré (Grüne) aus Anlass eines Besuches bei einer Zimmerei in Blumenthal (Kreis Rendsburg-Eckernförde). "Ein inklusiver Arbeitsmarkt ist ein Gewinn für uns alle: Unternehmen gewinnen engagierte Fachkräfte und unsere Gesellschaft an mehr Chancengerechtigkeit."

Die fünf Millionen Euro stehen einmalig bereit. Darüber hinaus wird ein Modellprojekt mit jährlich 1,5 Millionen Euro bis 2027 erweitert. Ziel der schwarz-grünen Landesregierung ist es, mehr Menschen mit Behinderungen den Einstieg in reguläre Jobs zu ermöglichen und Unternehmen zu helfen.

Prämien

Die von Touré nun besuchte Zimmerei Sorgenfrei nahm zwischen 2021 und 2026 an dem Modellprojekt teil und konnte dadurch nach Ministeriumsangaben einen Mitarbeiter dauerhaft aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt übernehmen. Seit Projektbeginn haben 146 Menschen teilgenommen. Firmen erhalten bis zu 10.000 Euro Prämie für die Schaffung eines neuen Ausbildungsplatzes und weitere 10.000 Euro bei unbefristeter Übernahme eines Auszubildenden.

Das Integrationsamt finanziert die Modernisierungsmittel und den überwiegenden Teil des Modellprojekts aus Mitteln der Ausgleichsabgabe. Diese wird von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern gezahlt, die die gesetzliche Quote zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen nicht erfüllen.

Quelle: dpa

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