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Hamburg & Schleswig-HolsteinVom Betonriesen zum Wahrzeichen - Zwei Jahre grüner Bunker

03.07.2026, 04:02 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Flakturm wird zum grünen Wahrzeichen: Wie aus dem Betonriesen ein Park mit 4.700 Pflanzen, Rooftop-Bar und Kunst wurde – und warum Besucher aus aller Welt dafür nach St. Pauli strömen.

Hamburg (dpa/lno) - Der grüne Bunker auf St. Pauli feiert in diesen Tagen seinen zweiten Geburtstag. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem markanten Bauwerk am Heiligengeistfeld, das seit dem 5. Juli 2024 für Besucherinnen und Besucher offensteht und das die "New York Times" in die prestigeträchtige Liste der "52 Places to Travel 2025" aufgenommen hat.

Was macht den Bunker besonders?

Ziel der Stadt war, das Stadtklima nachhaltig zu verbessern und sozialökologische Projekte zu schaffen. Dazu wurde der einst 38 Meter hohe Flakturm um fünf Geschosse aufgestockt und um eine Art Bergpfad mit mehr als 300 Stufen ergänzt, der sich außen an dem Betonriesen fast 60 Meter nach oben schlängelt.

Zudem wurden 4.700 Bäume, Sträucher, Hecken, hängende Gehölze, Kletterpflanzen und Bodendecker gepflanzt und auf dem Dach ein mehr als 7.000 Quadratmeter großer öffentlicher Park eingerichtet. Von dort sind neben dem Millerntor-Station des FC St. Pauli unter anderem der Fernsehturm, der Michel und die Elbphilharmonie zu sehen.

Welche Angebote gibt es auf dem Bunker?

Im grünen Bunker gibt es ein Boutique-Hotel sowie möblierte Gästewohnungen für Kunstschaffende. Zur Gastronomie zählen ein Rooftop-Restaurant und eine Bar mit Blick über St. Pauli sowie ein öffentlich zugängliches Tagescafé.

Im Bunker werden Ausstellungen gezeigt, Konzerte gespielt, Lesungen veranstaltet und Führungen zur Architektur und Zeitgeschichte gehalten. Dafür wird unter anderem die multifunktionale Georg-Elser-Halle genutzt. Sie bietet Platz für bis zu 2.200 Menschen.

Was ist die Gründungsgeschichte des Bunkers?

Ursprünglich sollte die Hochbunkeranlage Hamburg im Zweiten Weltkrieg vor Bombern der Alliierten schützen. Der Bunker an der Feldstraße wurde ab April 1942 unter dem Einsatz von Zwangsarbeitern gebaut. Nach etwa 300 Tagen ist die Anlage mit einer Grundfläche von 75 mal 75 Metern einsatzbereit gewesen. Die nach Kriegsende erwogene Sprengung wurde nicht umgesetzt. Das Gebäude wurde in mehreren Phasen umgenutzt und schließlich erweitert.

Wie viele Besucher werden gezählt?

Im ersten Jahr hat der Hochbunker laut einer Mitteilung 2,3 Millionen Gäste angelockt. An Spitzentagen kamen mehr als 20.000 Menschen. Der Eintritt ist kostenlos. Jüngere Zahlen liegen nicht vor. Die Bauherrin, die Matzen Immobilien KG, hat auf Anfrage keine aktuellen Besucherzahlen genannt.

Quelle: dpa

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