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Hamburg & Schleswig-HolsteinWWF legt Plan mit fischereifreien Zonen für SH vor

24.09.2026, 08:01 Uhr
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2025 endete ein Dialog zwischen Fischern, Naturschützern und Vertretern der Landesregierung in SH über die Zukunft der Krabbenfischerei im Wattenmeer ergebnislos. Nun legt der WWF Pläne vor.

Husum (dpa/lno) - Ein gutes Jahr nach dem ergebnislosen Ende des Zukunftsdialogs Krabbenfischerei im schleswig-holsteinischen Wattenmeer legt die Umweltorganisation WWF einen Plan für fischereifreie Zonen vor. "Die Flächen sind so gewählt, dass die Fischereitätigkeit der Krabbenkutter in den schleswig-holsteinischen Küstengewässern um rund 25 Prozent beschränkt wird während zugleich besonders wertvolle Naturräume geschützt werden", teilte der WWF mit. Der WWF fordert die Landesregierung auf, Regelungen für einen verbesserten Schutz der Unterwasserwelt zu erarbeiten.

Gespräche scheiterten im Sommer 2025 vorerst

Der Zukunftsdialog zwischen Krabbenfischern, Naturschützern und Landesregierung über die Fischerei im Nationalpark war im Sommer 2025 vorerst gescheitert - obwohl alle Seiten ihn als konstruktiv bezeichnet hatten. Hauptgrund war, dass sich die beteiligten Gruppen nicht auf den erforderlichen Umfang neuer fischereifreier Gebiete im Nationalpark einigen konnten. Die Gespräche sind seitdem nicht wieder aufgenommen worden.

Das Landwirtschaftsministerium in Kiel ging im Frühjahr dieses Jahres nicht davon aus, dass in der aktuellen Legislaturperiode noch eine abschließende, von allen Beteiligten getragene Verständigung erzielt werden kann. In Schleswig-Holstein wird im Frühjahr 2027 gewählt. Das Ziel, eine tragfähige und ausgewogene Lösung im Dialog zu entwickeln, bleibe aber bestehen, hieß es.

In Niedersachsen ist man weiter

In Niedersachsen sind Fischer, Umweltgruppen und Landesregierung bereits einen Schritt weiter bei der Suche nach fischereifreien Zonen. Rund zehn Prozent des niedersächsischen Küstenmeeres sollen künftig streng geschützt und für die Fischerei gesperrt werden. Die Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft hatten dazu nach einem Fischereidialog im Juli konkrete Gebietsvorschläge vorgelegt, die nun im Landtag beraten werden sollen.

Quelle: dpa

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