Hamburg & Schleswig-HolsteinWinterdienst in Kiel: Helfer trotzen Schnee und Glätte

Mehr als 140 Winterdienst-Mitarbeiter kämpfen gegen Eis und Schnee. Was raten die Experten, wenn plötzlich Glätte droht und Streufahrzeuge unterwegs sind?
Kiel (dpa/lno) - Schneefall bereitet den Winterdiensten in Schleswig-Holstein derzeit viel Arbeit. "Wir befinden uns im Moment natürlich gerade in der Wetterberechnung in permanenter Rufbereitschaft", sagt der zuständige Bereichsleiter im Winterdienst in Kiel, Ralf Jansen, der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt sorgen zwischen 140 und 160 Kollegen mit 80 Kleinfahrzeugen und 20 Lkw im Bereich der Landeshauptstadt für freie Straßen.
"Im Moment sind die Kieler Straßen schwarz und der Verkehr läuft ohne Störung", sagt Jansen. Ab 10, 15 Zentimeter Schnee würden nicht nur Autofahrer nervös. "Das ist eigentlich schon eher selten, dass wir hier den Schnee haben. Wir haben eher mit überfrierender Nässe, Reifbildung zu tun."
Ratschläge
Jansen hat Verständnis dafür, dass die Menschen sich trotz Winterwetter in ihrer persönlichen Freiheit nicht einschränken und das Auto stehen lassen wollen. "Aber es ist schon schön, einfach ein bisschen Verständnis auch für die Situation zu haben. Wir können nicht überall gleichzeitig sein und das macht auch erst Sinn, den Winterdienst aufzunehmen, wenn der Schneefall aussetzt." In den Schneefall reinzuarbeiten helfe weniger.
Winterdienst-Mitarbeiter Wilfried Schmökel rät Autofahrenden: "Vorsichtig fahren, langsam und vorausschauend, und auch mal damit rechnen, dass nicht überall gestreut ist, auch wenn das manchmal so aussieht". Sind Streufahrzeuge unterwegs, sollten Autos mehr Abstand halten und nicht überholen.
Richtige Eisglätte sei am gefährlichsten, sagt Schmökel. "Das ist natürlich für jeden gefährlich, selbst für Fußgänger." Ihn reize an dem Job, dass er für Menschen die Straßen räumen könne, damit diese sicher von A nach B kommen könnten.
Bereichsleiter Jansen betont, einige Verkehrsteilnehmer hätten es auch im Winter eilig. "Einfach ein bisschen gelassener sein. Lehnen Sie sich zurück, machen Sie die Heizung an, die Musik", rät er. "Wir geben das Beste, um die Straßen schnell wieder passierbar zu machen." Angesichts der Wetterprognosen hätte der Winterdienst für das Wochenende noch mehr Kollegen in Rufbereitschaft versetzt.