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HessenBunter Fahrradkorso für mehr Sichtbarkeit von Frauen

06.08.2026, 09:12 Uhr
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Blumen, Girlanden und buntes Krepppapier statt Rennradtrikots: Beim "Fancy Women Bike Ride" setzen Frauen ein Zeichen gegen Diskriminierung und machen Vielfalt sichtbar – jetzt auch in Frankfurt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Wenn am Samstag bunt geschmückte Fahrräder durch die Frankfurter Innenstadt rollen, geht es um mehr als eine fröhliche Ausfahrt. Beim ersten "Fancy Women Bike Ride" (auf Deutsch "Ausgefallene Fahrradtour für Frauen") wollen die Teilnehmerinnen und ihre Unterstützer Frauen zum Fahrradfahren ermutigen und sie im Straßenverkehr sichtbarer machen. "So ein bisschen feministische Selbstermächtigung", beschreibt Mitorganisatorin Helga Hofmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Hessen das Anliegen. 100 bis 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind für den Fahrradkorso angemeldet, wie das Frankfurter Ordnungsamt mitteilte.

Als Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt

Die Tour stehe für Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Lebensfreude im öffentlichen Raum, sagt Hoffmann. "Es geht uns darum, die Sichtbarkeit von Frauen im Stadtbild zu erhöhen, auch Migrantinnen einzuladen mitzuradeln, die ja sonst relativ wenig auf dem Fahrrad unterwegs sind."

Seinen Ursprung hatte die Aktion 2013 im türkischen Izmir. Zwei Freundinnen organisierten dort eine gemeinsame Ausfahrt, um Frauen im Straßenverkehr sichtbarer zu machen, wie auf der Internetseite der Bewegung beschrieben wird. Aus der Idee entwickelte sich eine weltweite Initiative.

Bewegung für Frauen und Unterstützer

"So ein Stück weit steckt dahinter auch ein Solidaritätsgedanke. Und eben auch eine Offenheit für Diversität", sagt Hofmann. Eingeladen seien alle Menschen, ganz unabhängig von ihrer Identität, sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts.

Auch Familien mit Kindern dürfen mitfahren. Männer sind auch willkommen, "wenn sie das Anliegen respektieren und sich nicht in den Vordergrund drängen", betont Hofmann.

Erst wird geschmückt, dann gefahren

Ab 13.00 Uhr können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Fahrräder am Goetheplatz gemeinsam schmücken. Um 14.00 Uhr sind Redebeiträge geplant, anschließend starte der Korso auf die rund 14,6 Kilometer lange Strecke.

"Es ist kein sportliches Event", sagt Hofmann - es werde bewusst langsam gefahren. "Man soll auch noch Zeit haben, auf dem Fahrrad nebenher mit der Freundin, die mitfährt, zu reden und zu quatschen."

Quelle: dpa

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