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Hessen"Die Blauen Reiterinnen" - neue Schau im Museum Wiesbaden

22.10.2026, 04:03 Uhr
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Die Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" wurde bislang eher mit den männlichen Mitgliedern in Verbindung gebracht. Bei der neuen Ausstellung "Die Blauen Reiterinnen" stehen nun die Frauen im Mittelpunkt.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Künstlerinnen und Künstler des "Blauen Reiter" waren wichtige Protagonisten der Avantgardebewegungen vor dem Ersten Weltkrieg. Im Fokus waren bislang vor allem ihre männlichen Mitglieder der Gruppe wie Wassily Kandinsky und Franz Marc, Paul Klee und August Macke. Das internationale Ausstellungsprojekt "Die Blauen Reiterinnen" richtet den Blick nun auf die Frauen aus der Künstlergruppe, darunter Gabriele Münter (1877-1962) und Marianne von Werefkin (1860 – 1938). Die Premiere ist im Landesmuseum Wiesbaden, wo ab Freitag (23. Oktober) über 140 Werke von zwölf Pionierinnen der Moderne gezeigt werden.

Ab Ende Februar 2027 wandert die Schau zu drei Partnermuseen nach Bremen, München und in Ascona in der Schweiz. Schauspielerin Iris Berben unterstützt das von zahlreichen Stiftungen geförderte Ausstellungsprojekt als Schirmherrin.

Die Ausstellung "Die Blauen Reiterinnen" erzähle die Geschichte der Gruppe konsequent aus der Perspektive der Künstlerinnen, teilte das Landesmuseum Wiesbaden mit. Damit werde Sichtbarkeit für diejenigen geschaffen, die nach dem Zweiten Weltkrieg im Kontext der Gruppe weitestgehend unbeachtet blieben.

Bis heute sei nahezu völlig unerforscht, welchen großen Anteil die Frauen an der Entwicklung der Moderne hatten oder welche Strategien und Netzwerke sie nutzten.

Das Museum Wiesbaden bewahrt die weltweit bedeutendste Sammlung des zum Umfeld des "Blauen Reiter" gehörenden Künstlers Alexej von Jawlensky, der lange mit Marianne von Werefkin liiert war.

Quelle: dpa

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