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Hessen"Kinzigtal Total": Das müssen Radfahrer und Besucher wissen

08.09.2026, 03:01 Uhr
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Mehr als 60 Kilometer autofreie Strecke warten – mit Live-Musik, Grillwürsten und Kaffee am Straßenrand. Wie wird "Hessens längstes Straßenfest" zum entspannten Ausflug?

Gelnhausen (dpa/lhe) - Am 13. September gehört das Kinzigtal wieder den Radfahrern und Skatern. Nach der Absage im vergangenen Jahr kehrt "Kinzigtal Total" zurück - allerdings mit einigen Änderungen. Wie lang ist die Strecke? Wo kann man einsteigen? Was muss man bei der Anreise beachten? Die wichtigsten Fragen und Antworten zu "Hessens längstem Straßenfest".

Wann findet "Kinzigtal Total" statt?

Der Radlersonntag ist am Sonntag, 13. September. Die Strecke ist von 10.00 bis 18.00 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. In dieser Zeit können Radler und Skater die ausgewiesene Route nutzen.

Wo verläuft die Strecke?

Die offizielle Strecke ist in diesem Jahr rund 60 Kilometer lang. Sie beginnt in Sinntal-Sterbfritz und führt über Schlüchtern, Steinau, Bad Soden-Salmünster, Wächtersbach, Biebergemünd, Gelnhausen und Gründau bis nach Langenselbold. Der offizielle Auftakt ist um 10.00 Uhr am Rathaus in Sinntal-Sterbfritz statt. Am Ortsrand der Gemeinde liegt die Kinzigquelle, daher ist dort auch traditionell der Auftakt.

Muss ich die gesamten 60 Kilometer fahren?

Nein. Genau das ist einer der Vorteile von "Kinzigtal Total". Die Strecke kann komplett gefahren werden, Teilnehmer können aber auch jederzeit an geeigneten Stellen einsteigen und sich nur einen Abschnitt vornehmen. Wer beispielsweise mit Kindern unterwegs ist oder sich eine längere Tour nicht zutraut, kann sich eine kürzere Etappe aussuchen.

Gibt es einen praktischen Tipp?

Die Fahrtrichtung ist frei wählbar - man kann also auch in Langenselbold oder Gelnhausen starten und kinzigaufwärts in Richtung Schlüchtern und Sinntal fahren. In der Praxis ist es den nicht ganz so sportlichen Freizeitradlern zu empfehlen, die klassische Route kinzigabwärts zu wählen, da diese Route stets leicht bergab führt.

Wer darf mitmachen?

"Kinzigtal Total" ist ausdrücklich kein Radrennen. Teilnehmen können Radfahrer ebenso wie Skater und andere nicht motorisierte Fahrer. Das Angebot richtet sich besonders an Familien und Freizeitsportler. Wichtig ist gegenseitige Rücksichtnahme, denn auf der Strecke können sehr unterschiedliche Teilnehmer unterwegs sein - vom sportlichen Rennradfahrer bis zum Kind auf dem Fahrrad mit Stützrädern.

Was gibt es entlang der Strecke?

Wer unterwegs eine Pause braucht, findet zahlreiche Angebote. Vereine und Organisationen kümmern sich um Verpflegung, Unterhaltung mit Live-Musik und Abwechslung. Besondere Anlaufstellen gibt es unter anderem auf der Barbarossastraße in Gelnhausen, im Kurpark von Bad Soden-Salmünster und in der Altstadt von Steinau an der Straße. Auch entlang der übrigen Strecke gibt es zahlreiche Möglichkeiten, vom Fahrrad abzusteigen und eine Pause einzulegen. Genau dieses Rahmenprogramm macht den besonderen Charme von "Hessens längstem Straßenfest" aus.

Wie fit muss man für die Strecke sein?

Das hängt davon ab, wie viel man sich vornimmt. Die komplette Strecke von rund 60 Kilometern ist für viele Freizeitradler eine durchaus anspruchsvolle Tagestour. Wer es gemütlicher angehen möchte, kann sich aber eine kürzere Teilstrecke aussuchen.

Was ist mit E-Bikes?

Gerade für längere Strecken können sie eine praktische Möglichkeit sein, die Tour ohne übermäßige Anstrengung zu bewältigen. E-Bike-Fahrerinnen und -Fahrer machten in den vergangenen Jahren den Löwenanteil bei den Teilnehmern aus.

Kann ich mit dem Auto zur Veranstaltung anreisen?

Ja, aber die Fahrt muss gut geplant werden, denn ab 10.00 Uhr ist die offizielle Strecke für den Autoverkehr gesperrt. Die Route kann dann nur an ausgewiesenen Stellen gekreuzt werden. Wer mit dem Auto anreist, sollte deshalb möglichst vor Beginn der Sperrung einen Parkplatz ansteuern.

Gibt es einen Sonderzug?

Nein, in diesem Jahr nicht. Das Kinzigtal ist aber von Frankfurt, Offenbach und Hanau aus sehr bequem im regulären Bahnverkehr zu erreichen. Wer mit dem Regionalzug anreist, sollte einkalkulieren, dass dort die Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme begrenzt sind.

Was hat sich nach der Absage 2025 geändert?

2025 war "Kinzigtal Total" aus Sicherheitsgründen ausgefallen. Das für die Strecke erforderliche Sicherheitskonzept sei nicht angemessen umsetzbar gewesen, hatte der Main-Kinzig-Kreis erklärt. Für die Neuauflage wurde das Konzept nun umfassend überprüft. Nach Angaben des Kreises gab es Gespräche mit Sicherheitsbehörden und externen Fachleuten. Unter anderem wurden Alarm- und Notfallpläne erweitert, Kommunikationswege festgelegt und Zuständigkeiten verbindlich geregelt. Außerdem sind bauliche Anpassungen und zusätzliche Helfer vorgesehen.

Ist die Strecke sicher?

Der Main-Kinzig-Kreis betont, dass die Strecke sorgfältig abgesperrt wird und das Sicherheitskonzept weiterentwickelt wurde. Viele der zusätzlichen Maßnahmen bleiben nach Worten von Landrat Thorsten Stolz (SPD) "hinter den Kulissen".

Was sollte ich für den Tag einpacken?

Wer mehrere Stunden unterwegs sein möchte, sollte neben ausreichend Getränken auch an Sonnenschutz und gegebenenfalls Regenkleidung denken. Ein kleiner Reparatursatz für Fahrradpannen kann ebenfalls sinnvoll sein. Da es entlang der Strecke zahlreiche Verpflegungsangebote - von Grillwürsten bis zu Kaffee und Kuchen - gibt, muss man nicht den gesamten Proviant für den Tag mitnehmen. Die Stationen entlang der Strecke laden zur Pause ein und machen Spaß.

Quelle: dpa

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