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Hessen Mann mit Flaschenhals getötet: Prozess wegen Totschlags

Handschellen sind an einem Gürtel eines Justizvollzugsbeamten befestigt. Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild

(Foto: Frank Molter/dpa/Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Weil er im Streit einen Wohnungsgenossen mit einem abgebrochenen Flaschenhals getötet haben soll, muss sich seit Donnerstag ein 33-Jähriger vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die Anklage legt ihm vollendeten Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung und Bedrohung zur Last. Zu dem Tötungsdelikt kam es im Oktober vergangenen Jahres in Frankfurt-Niederrad. Die Hintergründe des Streits mit dem 39 Jahre alten Opfer liegen derzeit noch im Dunkeln - der angeklagte Iraker äußerte sich am ersten Verhandlungstag weder zur Sache noch zur Person (Az.: 3690 Js 245982/20).

Schon am Tag vor der Tat hatte sich der Angeklagte mit einem ihm völlig unbekannten Mann gestritten, den er in der Nähe einer S-Bahn-Station zunächst vom Fahrrad gestoßen und danach mit einer Glasflasche attackiert hatte. Eintreffende Polizeibeamte wurden laut Anklage von dem Angeklagten ebenfalls bedroht. Am Tag danach reichte ein einziger Schnitt in den Hals des Opfer, um einen enormen Blutverlust herbeizuführen. Das Opfer starb noch am Tatort.

Dem Vernehmen nach spielte Alkohol- und Drogensucht bei beiden Taten eine Rolle. Ein psychiatrischer Sachverständiger wird deshalb zur Frage der Schuldfähigkeit vernommen werden. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst fünf weitere Verhandlungstage bis Mitte August terminiert.

© dpa-infocom, dpa:210616-99-21174/3

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