Regionalnachrichten

HessenQueerfeindliche Angriffe in Frankfurt: Polizei sucht Zeugen

27.07.2026, 15:36 Uhr
Ein-bislang-unbekannter-Mann-soll-die-queere-Person-wegen-ihrer-Kleidung-beleidigt-und-geschlagen-haben

Mitten in Frankfurt attackiert ein Unbekannter eine 26-jährige Person wegen ihrer Kleidung. Zur gleichen Zeit gibt es eine weitere mutmaßlich queerfeindliche Bedrohung. Die Polizei sucht Zeugen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eine 26 Jahre alte Person aus der queeren Community ist nach Polizeiangaben am frühen Sonntagmorgen in Frankfurt beleidigt und geschlagen worden. Der Vorfall habe sich gegen 6.00 Uhr in der Konstablerwache ereignet, teilte die Polizei mit. Demnach habe ein bislang unbekannter Mann die queere Person laut den Angaben der Beamten wegen ihrer Kleidung beleidigt und sie mit der flachen Hand unterhalb des Ohres geschlagen. Der Tatverdächtige sei danach geflüchtet. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Als queer bezeichnen sich nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Weiterer Fall mit mutmaßlich queerfeindlichem Hintergrund

Die Polizei Frankfurt fahndet zudem nach fünf weiteren Personen, die am Sonntagmorgen in der Casparistraße eine 42-jährige Person, mutmaßlich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung, beleidigt und bedroht haben sollen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hatte sich die Person dort mit einem unbekannten Mann verabredet. Plötzlich seien zunächst vier Jugendliche oder junge Erwachsene erschienen und hätten die Person beleidigt und bedroht. Einer der Männer soll dabei einen Hammer in der Hand gehalten haben. Als die geschädigte Person zu ihrem Auto lief, sei noch ein fünfter Verdächtiger hinzugekommen. Danach seien weitere Beleidigungen gefallen, die auf die sexuelle Orientierung gezielt hätten. Die betroffene Person habe sich schließlich mit ihrem Auto entfernen können.

Die beiden Vorfälle ereigneten sich nur wenige Stunden nach dem Terroranschlag auf den CSD in Berlin.

Quelle: dpa

Regionales