HessenSchmitt-Finale in Frankfurt: Wende oder erneute Niederlage?

Für Dennis Schmitt ist es wohl die letzte Partie als Interimscoach. Nach drei Niederlagen hofft er, Eintracht Frankfurt mit einem Erfolgserlebnis an den neuen Trainer übergeben zu können.
Frankfurt (dpa/lhe) - Der Druck vor seinem vermutlich letzten Spiel als Trainer von Eintracht Frankfurt ist groß. Dennoch strahlt Dennis Schmitt weiterhin Ruhe und Gelassenheit aus. "Es bringt ja nichts, wenn wir emotional durch die Gegend rennen und jedem erzählen, wie wichtig das Spiel ist. Das wissen wir. Uns ist völlig klar, wie wichtig das Spiel ist", sagte der Eintracht-Interimscoach vor der Begegnung am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Bayer 04 Leverkusen.
Bei einer Niederlage gegen die Werkself würden die Hessen den Anschluss an die internationalen Startplätze verlieren. Dies ist Schmitt bewusst. Er möchte das Team möglichst mit einem Erfolg an den neuen Trainer übergeben und empfinde Vorfreude, weil man auf dem richtigen Weg sei. "Es gilt aber, ruhig und konzentriert zu bleiben. Wir können mit einem guten Spiel einen großen Schritt nach vorn machen", erklärte der 32-Jährige.
Schmitt: "Ergebnisse wichtig"
In den bisherigen drei Partien seit seiner Amtsübernahme musste Schmitt ausnahmslos Niederlagen hinnehmen. Seit dem 14. Bundesliga-Spieltag im Dezember warten die Hessen wettbewerbsübergreifend auf einen Erfolg, sind in der Bundesliga auf Rang acht abgerutscht.
"Als Spieler und Trainer sind Ergebnisse das Wichtigste und wenn wir nicht das Ergebnis erzielen, was wir uns wünschen, sind wir enttäuscht nach dem Spiel", sagte Schmitt. Seine Aufgabe sei es, alles genau zu analysieren und klar anzusprechen, was er gemacht habe.
"Wir haben in unserer Analyse gesehen, dass wir in jedem Spiel Fortschritte gemacht haben. Wir haben das Gefühl, dass die Jungs noch mal einen Tick enger zusammengerückt sind, dass die Stimmung in der Mannschaft gut ist und die Überzeugung da ist", betonte er.
Schmitt optimistisch: "Sehe Fortschritte"
Optimistisch stimmte Schmitt, dass die Mannschaft zuletzt wieder kompakter stand und besser gegen den Ball gearbeitet hat. Auch die Qualität der Trainingseinheiten sei von Tag zu Tag besser geworden. Selbst aus der Niederlage unter der Woche in der Champions League gegen Tottenham zog er positive Schlüsse. "Wir wollen daran anknüpfen, wo wir dort aufgehört haben und hoffen auf ein besseres Ergebnis. Wir sind positiv und freuen uns auf das Spiel. Es kann ein sehr spannender Fight werden", sagte Schmitt.
Kalimuendo, Kristensen und Doan zurück in der Startelf?
Bei der Aufstellung ließ er sich nicht in die Karten schauen. Einige Wechsel sind durchaus denkbar. Der international nicht spielberechtigte Arnaud Kalimuendo wird höchstwahrscheinlich wieder in den Sturm zurückkehren, auch Rasmus Kristensen sollte rechtzeitig fit und gesetzt sein. Nach seiner Pause dürfte auch Ritsu Doan wieder von Beginn an spielen.