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Hessen Sozialgipfel: "umgehend Nothilfe" für soziale Einrichtungen

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Wiesbaden (dpa/lhe) - Wegen der rasant steigenden Energiepreise droht vielen sozialen Einrichtungen laut Befürchtungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes die Insolvenz. "Mit Beginn der Heizperiode spitzt sich die Krise nicht nur für einkommensschwache Haushalte zu", teilte die Landesgeschäftsführerin Yasmin Alinaghi am Freitag in Wiesbaden zum Beginn des Sozialgipfels mit. "Soziale Einrichtungen brauchen jetzt umgehend Nothilfe."

Auf Einladung von Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) trafen sich unter anderem Sozial- und Wohlfahrtsverbände, kommunale Spitzenverbände sowie Gewerkschaften. Bei dem Treffen ging es darum, wie die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine abgemildert werden können.

Betroffen seien unter anderem Kitas, Jugendhilfeangebote, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, ambulante Dienste und Beratungsstellen, teilte der Paritätische mit. Dort werde teils eine Verzehnfachung der Kosten für Gas und Strom befürchtet. "Hinzu kommen die explodierenden Lebensmittel- und Lebenshaltungskosten", warnte Alinaghi. Zudem würden voraussichtlich die Personalkosten steigen, da die Inflation in den Tarifverhandlungen berücksichtigt werden müsse.

Bund und Länder sollten schnellstens einen Schutzfonds für soziale Einrichtungen und Dienste auf den Weg bringen, forderte Alinaghi. "Anderenfalls droht das Wegbrechen einer elementaren Säule der Daseinsvorsorge." Gemeinnützige Organisationen könnten anders als privatwirtschaftliche Unternehmen kaum Rücklagen bilden. Sie könnten die steigenden Kosten auch nicht an ihre Klienten und Klientinnen weitergeben.

Quelle: dpa

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