HessenWeniger Menschen erhielten Asylbewerberleistungen

Bei den Sozialleistungen gab es in Hessen 2025 ganz unterschiedliche Entwicklungen: Während die Ausgaben für Sozialhilfe anstiegen, schrumpften sie für Asylbewerberleistungen.
Wiesbaden (dpa/lhe) - In Hessen sind Ende 2025 deutlich weniger Empfänger von Asylbewerberleistungen registriert gewesen als noch ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte, erhielten zum 31. Dezember vergangenen Jahres 25.700 Menschen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Das waren knapp 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die häufigsten Herkunftsländer der Leistungsempfängerinnen und -empfänger waren der Statistik zufolge die Türkei (26,2 Prozent), Afghanistan (21,7 Prozent) und Syrien (12,4 Prozent). Die Bruttoausgaben für Asylbewerberleistungen verringerten sich 2025 im Vergleich zum Vorjahr um gut 10 Prozent auf rund 547,5 Millionen Euro.
Die hessischen Sozialhilfeträger gaben 2025 knapp 890 Millionen Euro brutto für Sozialhilfe aus – die Grundsicherung nicht mitgerechnet, wie das Landesamt weiter mitteilte. Das seien gut 6 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Den größten Anteil der Sozialhilfeleistungen machte laut Statistik die Hilfe zur Pflege mit 57,5 Prozent aus.