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Mecklenburg-Vorpommern80 Jahre Volkshochschulen - Unterfinanzierung beklagt

16.05.2026, 06:01 Uhr
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(Foto: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa)

Die Volkshochschulen im Nordosten feiern dieses Jahr ihre Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg vor 80 Jahren. Doch es hängt ein Schatten über den beliebten Einrichtungen.

Schwerin (dpa/mv) - Die Volkshochschulen in Mecklenburg-Vorpommern feiern ein ganz besonderes Jubiläum: ihre Wiedereröffnung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren. Die ersten Volkshochschulen begannen am 27. Mai 1945 neu, wie der Volkshochschulverband MV mitteilte. Bereits vor der Unterbrechung durch den Krieg gab es demnach Volkshochschulen. "1919 ist der offizielle Startpunkt ihres Weges", hieß es.

Allerdings sei es ein "Jubiläum mit angezogener Handbremse", das jetzt gefeiert werde, bedauert Verbandsdirektorin Maren Jakobi. "Die seit mehr als zwanzig Jahren nicht erhöhte Förderung durch das Land bremst die Arbeit vor Ort zulasten der Bürgerinnen und Bürger aus", sagt sie.

Geringe Landesförderung beklagt

Während Länder und Kommunen die Volkshochschulen im Bundesdurchschnitt mit 7,50 Euro je Einwohner förderten, seien es in MV nur 4,53 Euro. Gerade bei der Landesförderung liege der Nordosten zurück. "Von dieser Summe stemmen die Kommunen drei Euro je Einwohner und das Land 1,53 Euro je Einwohner", erläutert Jakobi.

Die Folge sind steigende Beiträge. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim erhöhte die Kursgebühren zu Jahresbeginn von zuvor 6,15 Euro je Unterrichtseinheit auf bis zu 8,80 Euro. Der Kurs "Tanzen für Jedermann" mit zehn Vormittagen à eineinhalb Stunden etwa kostet 158,40 Euro.

An der Volkshochschule Rostock stiegen die Teilnehmer-Entgelte bereits am 1. Juli 2024 um durchschnittlich 35 Prozent. Die Volkshochschule des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte erhöhte zu Jahresbeginn 2025 die Preise.

Über 40.000 Kursteilnehmer

Die Volkshochschulen erfreuen sich dennoch anhaltender Beliebtheit. Mehr als 40.000 Teilnehmer haben die angebotenen Kurse im Land, wie es vom Verband heißt. Am stärksten nachgefragt sind demnach Sprachkurse - von "Deutsch als Zweitsprache" bis zu Sprachkursen für den Urlaub. Groß ist die Nachfrage laut Jakobi auch im Bereich Gesundheit, etwa nach Yoga-Kursen oder anderen sanften Maßnahmen zur Gesunderhaltung. "Aktuell gibt es auch einen hohen Bedarf an Kursen zur KI-Kompetenz", berichtet sie.

Die Volkshochschulen begehen ihr Jubiläum landesweit mit Veranstaltungen, wie der Verband weiter mitteilte. Das Angebot reiche vom Festvortrag in Schwerin über Aktionsstände beim "Fest der Generationen" im Zoo Stralsund oder der Fußgängerzone in Wismar bis zu einer Podiumsdiskussion über das Neutralitätsgebot in Neubrandenburg.

Quelle: dpa

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