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Mecklenburg-VorpommernEinsatz wegen Großbrandes bei Neustrelitz dauert an

28.06.2026, 11:21 Uhr
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Seit Tagen beschäftigt ein Großbrand die Feuerwehr. Große Hitze, teils unwegsames Gelände und Altmunition erschweren die Arbeit. Immer wieder muss sich die Feuerwehr ein neues Bild machen.

Neustrelitz (dpa/mv) - Der am Mittwoch gemeldete Großbrand bei Neustrelitz beschäftigt weiter die Einsatzkräfte. Am Sonntag wollte die Feuerwehr unter anderem einen Randbereich des stark munitionsbelasteten ehemaligen sowjetischen Panzerschießplatzes kühlen. "Dort ist der Boden sehr, sehr heiß, obwohl wir keine Flammen dort haben", sagte Jörg Westphal, stellvertretender Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Neustrelitz. Man wolle verhindern, dass Wind dort wieder Feuer entfache. In der Nähe befindet sich auch ein Solarpark.

Außerdem gebe es in einem Waldstück Rauchentwicklung. Man wisse noch nicht genau, was dort vorgeht und welcher Bereich genau betroffen ist. Drohnenbilder sollen dies klären.

Man habe die Zahl der Einsatzkräfte zuletzt auf etwa 100 reduziert. Es kämen aber wieder mehr hinzu. "Wir versuchen, vor die Lage zu kommen", sagte Westphal mit Blick auf die zunächst ungeklärte Rauchentwicklung und die Kühlung der Randflächen.

Feuer Richtung Norden hat sich totgelaufen

"Das Feuer, was noch vorgestern Richtung Norden wanderte, und gestern zum Teil auch noch, das hat sich totgelaufen", sagte Westphal am Sonntag. Im Norden des Gebietes befindet sich zunächst eine Strom- und dann eine Bahntrasse. Eine bei der Stromtrasse errichtete Verteidigungslinie mit Kreisregnern besteht laut Westphal weiter, war aber zuletzt nicht aktiv. Der Stromnetzbetreiber Edis hatte die Leitung am Freitag vorsorglich abgeschaltet. Auswirkungen auf Verbraucher habe dies aber nicht. Auch die Wässerung nahe dem Bahndamm mit Hilfe von Fahrzeugen ist laut Westphal zuletzt ausgesetzt worden.

Die vom Feuer betroffenen Flächen selbst kann die Feuerwehr wegen der starken Belastung mit Altmunition nicht betreten. Es gab laut Westphal bereits Explosionen. Die Einsatzkräfte müssen einen Abstand von 1.000 Metern zum Feuer halten. Der Einsatz läuft seit Mittwoch Tag und Nacht.

Innenminister dankt Einsatzkräften

Die gesamte vom Brand betroffene Fläche beträgt weiterhin in etwa 130 Hektar, wobei es in den Vortagen an unterschiedliche Stellen auf dieser Fläche brannte. Von der Meldung "Feuer aus" sei man noch weit entfernt. Grundlagen dafür könnte zu gegebener Zeit eine Drohne mit Wärmebildkamera liefern. Absehbar werde der Einsatz auch in der neuen Woche fortgesetzt.

Der Schweriner Innenminister Christian Pegel dankte den Einsatzkräften. Sie leisteten "seit Tagen unter sehr hoher Hitze und den besonderen Risiken eines munitionsbelasteten Geländes eine hochprofessionelle Arbeit", so der SPD-Politiker. "Gleichzeitig sehen wir in diesen Tagen immer wieder Brände an verschiedenen Orten im Land, die die Feuerwehr insgesamt fordern. Die hohen Temperaturen verschärfen diese Lage zusätzlich."

Quelle: dpa

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