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Mecklenburg-VorpommernExpress-Regio statt ICE morgens von Rostock nach Hamburg?

30.01.2026, 13:42 Uhr
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Der Schock nach der Streichung der frühen ICE-Verbindung Rostock - Schwerin - Hamburg ist groß und die Politik in Bewegung gekommen. Es gibt viele Telefonate und eine Idee.

Schwerin (dpa/mv) - Nach der Streichung der bei Pendlern beliebten ICE-Frühverbindung von Rostock über Schwerin nach Hamburg ist von mehreren Seiten der Vorschlag gekommen, stattdessen einen schnellen Regionalexpress auf die Strecke zu schicken. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Peters griff im Landtag den Vorschlag auf, den kurz zuvor schon der Fahrgastverband Pro Bahn im NDR und der Linken-Abgeordnete Henning Foerster in der "Ostsee-Zeitung" gemacht hatten.

Sollte ein solches Angebot aufs Gleis gesetzt werden, müsste dies das Land bezahlen. Für den Fernverkehr ist hingegen die Deutsche Bahn und damit letztlich der Bund verantwortlich. Die Bahn hatte angekündigt, die ICE-Frühverbindung mangels ausreichender Auslastung ab 1. Mai zu streichen. Dann endet die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin.

Verkehrsminister Wolfgang Blank (parteilos) dankte im Landtag für den Vorschlag einer Express-Regio-Verbindung, er will die Deutsche Bahn aber nicht so einfach aus der Verantwortung entlassen. "Es kann nicht sein, dass die Bahn eine Landeshauptstadt vom morgendlichen Fernverkehr abschneidet", sagte er. Auch das MV-Wirtschaftszentrum Rostock sei betroffen. "Das ist ein Schlag vor den Kopf." Der Bund müsse seiner Verantwortung gerecht werden.

Peters warf der rot-roten Landesregierung vor, zu wenig Einsatz gezeigt zu haben, um die Streichung der frühen ICE-Verbindung zu verhindern. Dem widersprach etwa die SPD-Abgeordnete Mandy Pfeifer. Nach ihren Worten hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) mit der neuen Bahnchefin Evelyn Palla telefoniert. Palla habe zugesagt, sich den ganzen Vorgang noch einmal anzuschauen.

Quelle: dpa

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