Mecklenburg-VorpommernGemüseanbau in MV ausgeweitet

Der Gemüseanbau erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei den Landwirten in MV - mit regionalen Unterschieden.
Schwerin (dpa/mv) - Die Bauern in Mecklenburg-Vorpommern haben ihren Gemüseanbau im vergangenen Jahr ausgeweitet. Die Anbaufläche im Freiland stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf fast 2.500 Hektar, wie das Statistische Amt mitteilte. Ein Drittel davon werde ökologisch bewirtschaftet.
Kunden wollen regionale Erzeugnisse
Im Jahr 2016 gab es dem Amt zufolge erst auf 1.725 Hektar Gemüseanbau. Als einen Grund für das Wachstum nennt Rolf Hornig von der halbstaatlichen LMS Agrarberatung die gestiegene Nachfrage des Einzelhandels nach regionalen Erzeugnissen.
Erdbeeren wuchsen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr auf knapp 730 Hektar, was einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (757 Hektar) entspricht.
Im Landesosten wenig Gemüseanbau
Das Zentrum des Anbaus ist der Landkreis Ludwigslust-Parchim, wo sich voriges Jahr mit 1.948 Hektar fast zwei Drittel aller Flächen mit Gemüse und Erdbeeren (3.207 Hektar) befanden. Auf Platz zwei lag der Landkreis Rostock mit 681 Hektar, gefolgt von Nordwestmecklenburg mit 418 Hektar.
Im Landesosten ist der Gemüse- und Erdbeeranbau deutlich weniger verbreitet. Für den Landkreis Vorpommern-Greifswald etwa meldete das Amt nur 8,5 Hektar Anbaufläche im vergangenen Jahr, für die Mecklenburgische Seenplatte 38,8 Hektar und für den Landkreis Vorpommern-Rügen 103,7 Hektar. Als ein Grund gilt die größere Anfälligkeit der Region für Trockenheit.