Mecklenburg-VorpommernMehr Speisefisch in Aquakulturen in MV gezüchtet

Im Nordosten werden jedes Jahr Hunderte Tonnen Fisch für den Verzehr gezüchtet. Zuletzt ist die Menge sogar gestiegen. Und es gibt einen Star unter ihnen.
Schwerin (dpa/mv) - Im vergangenen Jahr ist in Mecklenburg-Vorpommern mehr Speisefisch gezüchtet worden als im Vorjahr. Rund 561,9 Tonnen wurden 2025 erzeugt, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das seien 12,5 Tonnen und damit 2,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
2024 hatte die erzeugte Menge an Speisefisch im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 20 Prozent zugenommen. In den Jahren davor hatte es einen Rückgang gegeben.
Der Afrikanische Raubwels dominiert die Fischzucht in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt seien 2025 418,6 Tonnen dieser Fischart erzeugt worden. Damit habe sie laut Statistikamt einen Anteil von 74,5 Prozent an der im Land erzeugten Menge. Der ursprünglich aus Nordafrika stammende Fisch gehört weltweit zu den wichtigsten Fischen aus Aquakultur - er wächst schnell und gilt als anpassungsfähig.
Die meisten Betriebe im Landkreis Ludwigslust-Parchim
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr den Angaben zufolge 16 Aquakulturbetriebe im Land. Regionale Schwerpunkte seien der Landkreis Ludwigslust-Parchim mit fünf Betrieben und die Landkreise Rostock und Mecklenburgische Seenplatte mit jeweils vier Betrieben. In diesen drei Landkreisen wurden demnach knapp 97,8 Prozent der Fische erzeugt.
In Mecklenburg-Vorpommern wurden laut Statistikamt 3,4 Prozent der gesamten Fischmenge in Deutschland produziert. Die Regenbogenforelle stehe bundesweit an der Spitze.