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Mecklenburg-VorpommernNeue Ausstellung zeigt Pläne für Schlossbergareal

24.04.2022, 12:05 Uhr

Neustrelitz (dpa/mv) - Die künftige Gestaltung des Neustrelitzer Schlossbergs steht im Mittelpunkt der ersten Ausstellung in der Schlosskirche der Residenzstadt, die am Sonntag eröffnet wurde. Die Schau bietet einen historischen Überblick von der Entstehung des Areals über Veränderungen bis zu jetzigen Planungen, wie der Gestaltung des historischen Schlosskellers und des geplanten Turmnachbaus. Dabei werden Arbeiten von Studenten der Universität Stuttgart gezeigt, die sich mit der Nutzung des Schlossbergareals im 21. Jahrhundert befasst haben.

Die Absolventen des Instituts für öffentliche Bauten und Entwerfen hatten sich im Vorjahr mit dem Gelände befasst, zu dem Orangerie, Schlossgarten, Hebe-Tempel, Kavaliershäuser, Schlosskirche und die Theater-Gebäude mit dem Marstall gehören. Neustrelitz war ab 1733 als Hauptstadt des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz nach einem italienischen Vorbild entstanden. Die Stadtanlage mit sternförmigem Markt und Sichtachsen zum Schlossgelände und zum Zierker See ist denkmalgeschützt. Das Schloss war aber nach Kriegsende 1945 ausgebrannt und die Ruinen später abgetragen worden.

"Der Satz, den wir am häufigsten hören, heißt: Wo ist denn nun das Schloss?", sagte Dorothea Klein-Onnen, Leiterin des Kulturquartiers als Betreiberin der Galerie. Die Sonderschau läuft bis 29. Mai. Die Galerie in der Schlosskirche hatte sich bisher vor allem mit Bildhauerei einen Namen gemacht und zieht jährlich mehrere Tausend Gäste an. Die 1855 bis 1859 erbaute Schlosskirche gehört zu den beeindruckendsten Baudenkmälern im Stadtensemble. Neustrelitz war von 1701 bis 1918 Sitz des Großherzogtums Mecklenburg-Strelitz, das neben Mecklenburg-Schwerin existierte.

Quelle: dpa

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