Mecklenburg-VorpommernRheinmetall-Chef: "Wolgast wird profitieren, ganz sicher"

Der Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall sieht trotz eines geplatzten Milliardenauftrags große Chancen für die Peene-Werft. Womit er im kommenden Jahr rechnet.
Wolgast (dpa/mv) - Rheinmetall-Chef Armin Papperger zeigt sich zuversichtlich mit Blick auf die Zukunft der Peene-Werft im vorpommerschen Wolgast. "Wir müssen jetzt abwarten, was nach den Flottendienstbooten kommt", sagte der Vorstandsvorsitzende des Rüstungskonzerns der "Ostsee-Zeitung". Er rechne im kommenden Jahr mit einer Entscheidung für neue Fregatten. "Und wenn das der Fall ist, dann wird das was. Wolgast wird profitieren, ganz sicher."
Das Aus des milliardenschweren F126-Fregattenprojekts hatte in Wolgast für Verunsicherung gesorgt. Das Projekt "wäre natürlich ein super Vertrag für die Peene-Werft gewesen", erklärte Papperger. Es hätte rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen können, sagte er. "Das ist echt ein Schluck aus der Pulle."
Viertes neues Aufklärungsschiff soll kommen
Vor rund drei Wochen hatte es in Wolgast die feierliche Kiellegung des dritten neuen Flottendienstbootes gegeben, bald soll für die Deutsche Marine noch ein viertes neues Aufklärungsschiff der Klasse 424 hinzukommen. "Das ist ein tolles Schiff", sagte Papperger. Die 130 Meter langen Schiffe werden mit modernster Sensorik ausgestattet und sollen zur elektronischen Aufklärung und Informationsbeschaffung eingesetzt werden. Am Bau der Flottendienstboote sind noch weitere Werften in Norddeutschland beteiligt.
Der Rüstungskonzern Rheinmetall hatte die Peene-Werft zusammen mit weiteren Standorten der Militärsparte NVL der Bremer Werftengruppe Lürssen erst vor einigen Monaten übernommen.