Mecklenburg-VorpommernTarif-Azubis in MV verdienen mehr als im Bundesschnitt

Zwischen den Berufen gibt es bei tarifgebundenen Betrieben große Unterschiede beim Azubi-Gehalt: Während einige über 1.300 Euro bekommen, liegt das Monatsgehalt in anderen Fällen deutlich darunter.
Bonn/Schwerin (dpa/mv) - Die Bezahlung von Azubis in tarifgebundenen Betrieben hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert - und in Mecklenburg-Vorpommern ist sie mit am höchsten. Über alle Ausbildungsjahre hinweg verdienten Auszubildende in solchen Unternehmen 2025 in MV im Schnitt 1.214 Euro brutto im Monat. Bundesweit waren es durchschnittlich 1.209 Euro. Das waren 76 Euro mehr als 2024 (+ 6,7 Prozent). Das geht aus Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Die regionalen Unterschiede erklärt die Studie zum Teil mit der Aufteilung der Auszubildenden auf die Ausbildungsbereiche. In einigen Ländern mit eher hohen Vergütungsdurchschnitten ist demnach der öffentliche Dienst überrepräsentiert - als Beispiele werden Berlin oder Brandenburg genannt.
Unterschiede zwischen Berufen
Bei der Bezahlung gibt es große Unterschiede: So verdienten angehende Versicherungs- und Finanzanlagenberater im Schnitt 1.404, Zimmerer 1.343 und Elektroniker für Betriebstechnik 1.335 Euro im Monat. Am anderen Ende der Skala stehen Azubis in Apotheken mit 925, angehende Tourismuskaufleute mit 918, und Friseure mit nur 727 Euro. Im öffentlichen Dienst wurden im Durchschnitt 1.329 Euro gezahlt.
Bundesweit arbeiteten 2022 etwa 55 Prozent der Auszubildenden nach Berechnungen des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung in einem tarifgebundenen Unternehmen. In Mecklenburg-Vorpommern sind es nach einer Schätzung des DGB Nord etwa 40 Prozent.