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Niedersachsen & Bremen30.000 Euro für Oberschule in Berenbostel

29.09.2026, 12:49 Uhr
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(Foto: Fabian Sommer/dpa)

Eigenverantwortliches Arbeiten und individuelle Lernwege – das bringt einer Schule in der Region Hannover einen Preis ein. Welche Schulen beim Deutschen Schulpreis noch abgeräumt haben.

Berenbostel (dpa/lni) - Die Oberschule Berenbostel zählt als einzige niedersächsische Schule zu den Gewinnern des Deutschen Schulpreises 2026. Die Einrichtung in der Region Hannover erhält ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro, wie das niedersächsische Kultusministerium mitteilte. Die Jury würdigte demnach insbesondere die innovative Unterrichtsentwicklung, die konsequente Förderung selbstständigen Lernens und die starke Kultur von Verantwortung und Selbstwirksamkeit an der Schule.

Seit 2017 habe die Oberschule Berenbostel demnach Lernen und Unterricht neugestaltet. Dabei setze die Schule auf eigenverantwortliches Arbeiten, individuelle Lernwege und eine enge Begleitung der Schülerinnen und Schüler. Ziel sei es, junge Menschen schrittweise dazu zu befähigen, ihren Lernprozess selbst zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, teilte das Kultusministerium weiter mit.

Lernen und Unterricht neu gedacht

Mit viel Mut, Engagement und Ausdauer habe die Oberschule Berenbostel Lernen und Unterricht neu gedacht, sagte Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne), die an der Preisverleihung in Berlin teilgenommen hatte. Dabei habe die Schule nicht nur einzelne Konzepte eingeführt, sondern die umfassendere Frage ins Zentrum gestellt, was junge Menschen brauchen, um erfolgreich zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und ihren eigenen Weg zu finden.

Fünf weitere Schulen in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen und Thüringen wurden bei der Preisverleihung in Berlin mit jeweils 30.000 Euro ausgezeichnet. Der Hauptpreis in Höhe von 100.000 Euro ging an die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf südwestlich von Frankfurt. Insgesamt 15 Schulen waren im Finale des Deutschen Schulpreises.

Preis für besonders gute Schulqualität

Der Deutsche Schulpreis wird seit 2006 für eine besonders gute Schulqualität vergeben. Ausrichter sind die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung. Eine Jury aus Bildungsexperten und Schulpraktikern vergleicht bei den Bewerberschulen sechs Bereiche: "Unterrichtsqualität", "Leistung", "Umgang mit Vielfalt", "Verantwortung", "Schulleben und Netzwerke" sowie "Lernende Schule". Diese Merkmale seien als Kennzeichen guter Schulqualität allgemein anerkannt.

Quelle: dpa

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