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Niedersachsen & BremenClankriminalität: Fallzahlen sinken zum dritten Mal in Folge

24.08.2026, 10:46 Uhr
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Weniger Straftaten und mehr Vermögen gesichert: 2025 sinkt die Zahl der Fälle, die sogenannten Clans zugerechnet werden - nicht zum ersten Mal. Landespolizeipräsident Brockmann aber macht eines klar.

Hannover (dpa/lni) - Die der sogenannten Clankriminalität zugeordneten Fallzahlen in Niedersachsen sind im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Folge gesunken. Polizei und Justiz ordneten 2025 insgesamt 2.691 Straftaten diesem Segment zu, wie Innenministerin Daniela Behrens und Justizministerin Kathrin Wahlmann (beide SPD) bei der Vorstellung des neuen Lagebilds zur Clankriminalität mitteilten. Das waren 454 Fälle weniger als ein Jahr zuvor, damals wurden 3.154 Fälle gezählt. 2023 waren es noch 3.610 Fälle, 2022 sogar 3.986 Straftaten.

Zugleich wurde bei der Sicherung von Vermögenswerten ein "neuer Höchststand" registriert, wie Behrens sagte. Vorläufig gesichert wurden rund 5,35 Millionen Euro - der höchste Wert der vergangenen fünf Jahre. Ein Jahr zuvor waren es knapp fünf Millionen Euro. "Trotzdem bleibt Clankriminalität ein sichtbares Problem in Niedersachsen", sagte Wahlmann. "Die Clans versuchen mit Drogenhandel, Raub und Erpressung Geld zu verdienen."

Begriff der Clankriminalität ist umstritten

Der Begriff Clankriminalität ist allerdings umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert. Der Anteil der sogenannten Clankriminalität an der Gesamtkriminalität liegt bei 0,53 Prozent.

Landespolizeipräsident Axel Brockmann sagte, es sei von einem "nicht unerheblichen" Dunkelfeld auszugehen. Die wieder rückläufige Fallzahl sei gleichwohl positiv, auch eine positive Langzeitentwicklung zeichne sich ab. Die Zahl der Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sei zwar um mehr als 8 Prozent gesunken, stelle aber mit 934 Fällen die mit Abstand größte Gruppe dar. Brockmann sprach von "hoher Waffenaffinität" der Clans.

Quelle: dpa

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