Niedersachsen & BremenHitzefrei an Schulen – Wann der Unterricht ausfällt

Notbetreuung statt Ganztag, verkürzte Stunden oder ganz frei: Wie die Hitze den Schulalltag auf den Kopf stellt – und warum Grundschüler nicht einfach nach Hause dürfen.
Hannover (dpa/lni) - Immer mehr Schulen in Niedersachsen kündigen Hitzefrei an. So fällt etwa der Unterricht an der Grundschule an der Uhlandstraße in Hannover bis einschließlich Freitag komplett aus, wie die Schule mitteilte. An den Tagen werden die Kinder bis jeweils 12.45 Uhr betreut.
Andere Schulen entscheiden sich, den Unterricht früher zu beenden, die Stunden zu verkürzen oder verzichten auf Ganztag. Am Gymnasium Ursulaschule in Osnabrück können Schülerinnen und Schüler beispielsweise bis Ende der Woche nach der vierten Stunde gehen. Fünft- und Sechstklässler werden bei Bedarf betreut.
Auch am Cato Bontjes van Beek-Gymnasium in Achim (Landkreis Verden) endet der Unterricht wegen der Hitze früher: am Mittwoch nach der fünften Stunde, am Donnerstag und Freitag jeweils nach der vierten Stunde. Wer nicht früher nach Hause kann, wird betreut. Ein weiteres Beispiel ist die Grundschule in Vechelde (Landkreis Peine). Dort entschied sich die Schulleitung, das Ganztagsangebot auf Notbetreuung umzustellen. Einzelne Stunden fallen aus.
Schulen entscheiden selbst über Hitzefrei
Ob der Unterricht wegen Hitze ausfällt oder verkürzt wird, entscheidet die Schulleitung. Eine festgelegte Temperatur gibt es in Niedersachsen nicht. Neben der Temperatur im Klassenraum wird auch berücksichtigt, wie weit die Klassen mit dem Unterrichtsstoff sind und ob zeitnah wichtige Prüfungen anstehen. Grundschüler dürfen nur nach Zustimmung der Erziehungsberechtigten früher nach Hause.