Niedersachsen & BremenNeue Spur im Vermisstenfall – Hinweis auf mögliches Tatmotiv

Ein Mann verschwindet vor neun Jahren spurlos, die Polizei geht davon aus, dass er tot ist. Nun wird eine Wohnung durchsucht. Haben die Ermittler eine entscheidende Spur gefunden?
Oldenburg (dpa/lni) - Neun Jahre nach dem Verschwinden eines Mannes in Oldenburg hat die Polizei erneut eine Wohnung durchsucht. Der damals 29-Jährige könnte Opfer eines Verbrechens geworden sein und die Beamten vermuten, dass er tot ist. Jetzt ist es den Ermittlern gelungen, ein möglicherweise entscheidendes Puzzleteil zu finden, wie die Polizei mitteilte.
Erstmals liegt demnach ein konkreter Ansatz vor, der Rückschlüsse auf ein mögliches Tatmotiv zulassen könnte. Dabei gehe es um ein verfälschtes polizeiliches Sicherstellungsprotokoll, das möglicherweise dazu dienen sollte, eine mutmaßlich unterschlagene Drogenlieferung zu verschleiern.
Leiche bislang nicht gefunden
Ob und in welchem Zusammenhang diese Erkenntnisse mit dem Verschwinden des Mannes stehen, ist demnach Gegenstand der Ermittlungen. Die Auswertung der Beweismittel und Spuren dauere an. Weitere Angaben machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht. Bereits Anfang Juli hatten die Ermittler eine Wohnung über einer Lokalität durchsucht.
Die Spur des Mannes mit Bezug ins Rockermilieu verliert sich am 3. Juli 2017 in Oldenburg. Wenige Tage später meldeten Angehörige ihn als vermisst. Die Ermittler konnten bisher keine Leiche finden.