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Niedersachsen & BremenRückkehr eines Wahrzeichens: Neubau der Nordmole startet

12.02.2026, 15:06 Uhr
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Der schiefe Turm von Bremerhaven ist Geschichte, der Bau einer neuen Nordmole hat begonnen. Das Projekt soll Sicherheit, Tradition und Zukunft an der Küste verbinden.

Bremerhaven (dpa/lni) - Der Neubau der Nordmole in Bremerhaven hat offiziell begonnen. Das frühere Bauwerk - ein Wahrzeichen der Stadt - war im Jahr 2022 abgesackt, der Turm an der Spitze der Mole geriert in Schieflage und wurde zum "schiefen Turm von Bremerhaven". Nun wird eine neue Nordmole gebaut, welche die nautischen Bedingungen an der Zufahrt zum Fischereihafen verbessern soll.

Der Neubau sei mehr als ein Bauprojekt, sagte Bremens Senatorin für Wirtschaft und Häfen, Kristina Vogt (Linke). "Er steht für Sicherheit, Zukunftsfähigkeit und die klare Erkenntnis, dass Hafeninfrastruktur keinen Investitionsstau verzeiht." Demnach zeigte die Entwicklung, wie schnell aus Verschleiß ein Sicherheitsrisiko wird, wenn Erneuerungen zu lange ausbleiben. Es sei ein besonderer Tag für Bremerhaven, so Vogt (Linke). "Die Nordmole ist nicht nur technisch wichtig, sondern sie war auch immer emotional wichtig für die Stadt Bremerhaven."

Leuchtturm als Wahrzeichen

Die rund 280 Meter lange Nordmole wird nicht exakt in der bisherigen Richtung gebaut, sondern so, dass die Einfahrt in den Fischereihafen breiter wird. "Zwei parallele Spundwände bilden die Gründung, darauf entsteht ein robuster Überbau aus Stahlbeton", teilte ein Sprecher der Hafengesellschaft bremenports mit.

Geplant ist auch der Wiederaufbau des Leuchtturms mit seiner markanten roten Kappe. Damit kehre ein wichtiges Wahrzeichen der Stadt zurück, sagte Senatorin Vogt. "Er steht sinnbildlich dafür, dass moderne Infrastruktur und maritime Tradition in Bremerhaven zusammengehören – und dass wir Zukunft bauen, ohne unsere Geschichte aus dem Blick zu verlieren."

3.500 Tonnen Stahl werden verbaut

Bremerhavens Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU) verwies darauf, dass die Nordmole mehr als eine Hafeneinfahrt ist. "Sie ist vor allem ein Hochwasserschutz für den Geestevorhafen und den Fischereihafen", sagte er.

Nach Angaben der Hafengesellschaft werden für den Neubau rund 3.500 Tonnen Stahl verbaut. Etwa 140.000 Kubikmeter Boden werden über und unter Wasser bewegt. Senat und Bürgerschaft haben für das Projekt 32,2 Millionen Euro freigegeben. Bis Ende 2027 soll es fertig sein.

Das frühere Leuchtfeuer auf der Nordmole wurde 1914 in Betrieb genommen und galt als Wahrzeichen der Stadt. Die Nordmole war Eigentum des Landes Bremen, der Turm mit seinem aktiven Leuchtfeuer gehörte der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes.

Quelle: dpa

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