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Niedersachsen & BremenTag der Niedersachsen - Wissenswertes zum Landesfest

11.06.2026, 05:02 Uhr
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(Foto: Christian Brahmann/dpa)

Niedersachsen verpasst sich mit "Das ist groß" einen neuen Slogan. Nur wenige Tage später soll das dreitägige Landesfest in Braunschweig die eigene Attraktivität zur Schau stellen.

Braunschweig (dpa/lni) - Alle zwei Jahre wird eine Stadt in Niedersachsen zum Schaufenster des ganzen Landes. An drei Tagen sollen namhafte Bands und Hunderte Aussteller auf mehreren Themenmeilen und Bühnen viele Gäste anlocken. 2026 ist Braunschweig dran. Was zum Tag der Niedersachsen in der zweitgrößten Stadt des Landes wissenswert ist.

Was ist der Tag der Niedersachsen?

Die Veranstaltung wird seit 1981 als Miteinander der Kultur- und Vereinsszene gefeiert und in jüngster Zeit im Zweijahres-Rhythmus vergeben. Für die Bewohner des jeweiligen Gastgebers und in der Hoffnung auf viele Gäste wird dabei ein ganzes Wochenende in das Zeichen des Ehrenamtes, der Kultur, der Geschichte und der Vielfalt gestellt.

Das Land unterstützt Vereine, Verbände und auch die ausrichtende Kommune bei den Planungs- und Durchführungsarbeiten in Form einer finanziellen Zuwendung zur Projektförderung. Das heißt, es fließen in der Regel bis zu 720.000 Euro an Beteiligung.

Wann und wo wird gefeiert?

Die 39. Ausgabe des Landesfests richtet zum ersten Mal Braunschweig aus. Von Freitag (12. Juni) bis Sonntag (14. Juni) erwarten die Organisatoren mehr als 300.000 Besucherinnen und Besucher. Als Herzstück des Events bezeichnen die Veranstalter zehn Themenmeilen und sieben Bühnen in der Innenstadt.

"Wir sind stolz darauf, zum ersten Mal Gastgeber dieses besonderen Landesfests zu sein. Gemeinsam wollen wir an diesem Wochenende das feiern, was Niedersachsen verbindet: Unsere Geschichte, unsere Kultur und Vielfalt und vor allem das Ehrenamt als Rückgrat unserer Gesellschaft", sagt Oberbürgermeister Thorsten Kornblum. Die Löwenstadt - die City of Lions - werde sich von ihrer besten Seite präsentieren, kündigte der SPD-Politiker an.

Nach Überzeugung der Verantwortlichen gewinnt die Innenstadt durch ein solches Event enorm. Die Wirtschaft profitiere, weil Hotels gut gebucht und die Gastronomie gut besucht werde. Handel und regionale Dienstleister erhalten Sichtbarkeit. Zudem ist der dritte Veranstaltungstag am Sonntag verkaufsoffen. Insgesamt erhofft sich Braunschweig überregionale Sichtbarkeit.

Was sind die Highlights?

Für das dreitägige Ereignis haben die Veranstalter nach eigenen Angaben rund 125 Stunden Bühnenprogramm auf die Beine gestellt. Als musikalische Höhepunkte sind unter anderem Konzerte der Bands Juli ("Die perfekte Welle"), Glasperlenspiel ("Geiles Leben") und Jazzkantine aus Braunschweig angekündigt.

Daneben präsentieren sich rund 270 Aussteller und es gibt etwa 1.300 Teilnehmer in 82 Gruppen für Trachten- und Festumzüge. Aus der niedersächsischen Landesregierung haben mehrere Ministerinnen und Minister sowie der Regierungschef Olaf Lies (SPD) ihr Kommen angekündigt.

Passend zur neuen Kampagne des Landes hoffen die Verantwortlichen, dass es von vielen über das Landesfest in Braunschweig heißt: "Das ist groß."

Worauf Besucher achten sollten

Die vielleicht wichtigste Information: Die Veranstaltung ist gratis.

Für eine entspanntere An- und Abreise werden die Taktungen der Stadtbahn und Buslinien erhöht, wie die Braunschweiger Verkehrs AG ankündigte. Auf mehreren Routen kommt es aber zu Umleitungen, zu denen die Stadt Details auf der eigenen Internetseite veröffentlicht hat.

Generell wird die Nutzung der Bahn bis zum Braunschweiger Hauptbahnhof empfohlen. Vor allem auch für Gäste von außerhalb verweisen die Veranstalter auf das ausgeweitete Zugangebot. Rund um das Wochenende verkehren demnach alle Regionalzüge mit maximaler Kapazität.

Als ein Angebot für Gäste aus Sachsen-Anhalt werde beispielsweise in der Nacht von Freitag auf Samstag die Fahrt der RB40 um 23.47 Uhr ab Braunschweig über Helmstedt hinaus bis nach Magdeburg verlängert. Für Autofahrer werden 3.650 zusätzliche Parkplätze geschaffen.

Einen Überblick über mit Hinweisen, dem Programm und einer Karte zur Orientierung soll über die App "Events of Lions" bereitgestellt werden.

Was ist mit den Kosten und der Sicherheit?

Die Kosten lassen nach Angaben des Stadtmarketings vorab nur schwer beziffern. Die Organisatoren rechnen aber in etwa mit einem niedrigen siebenstelligen Betrag. Das Veranstaltungsbudget werde in etwa drei Millionen Euro betragen, sagte eine Sprecherin des Stadtmarketings.

Für die Sicherheit habe sich ein Expertenstab mit Dienstleistern und Behörden abgestimmt. Das Veranstaltungsgelände wird durch einen Ordnungsdienst betreut und kontrolliert. Strenge Einlasskontrollen gibt es nicht. Es soll keine generellen Taschenkontrollen geben, das Sicherheitspersonal kann jedoch je nach Situation im Einzelfall eine Kontrolle durchführen.

Welche Stadt ist als nächste dran?

Im Sommer 2028 richtet die Seehafenstadt Emden den nächsten Tag der Niedersachsen aus. Der Bewerbung für die 40. Ausgabe des Landesfests hat die rot-grüne Landesregierung bereits zugestimmt. "Daar freuen wi uns as 'n Kluntje in Tee", kommentierte Emdens Oberbürgermeister Tim Kruithoff (parteilos) die Entscheidung. Sinngemäß auf Hochdeutsch: "Da freuen wir uns wie ein Stück Zucker im Tee."

Quelle: dpa

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