Niedersachsen & BremenWie eine Tochter den Liebesbetrug an ihrem Vater bemerkte

Betrüger täuschen im Internet die große Liebe vor, wollen aber eigentlich nur an das Geld ihrer Opfer. Eine Tochter bemerkte den Betrug an ihrem Vater. Welche Warnzeichen es gibt.
Rotenburg/Wümme (dpa/lni) - Erst durch die Aufmerksamkeit der Tochter ist der Liebesbetrug an einem 83-Jährigen aufgefallen. Da hatte der Mann aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) bereits rund 4.000 Euro an Internetbetrüger verloren, wie die Polizei mitteilte. Von den Betrügern fehlt bisher jede Spur.
Was genau der entscheidende Hinweis war, durch den die Tochter auf das sogenannte Lovescamming aufmerksam wurde, ist nicht bekannt. Die Polizei nennt aber mehrere mögliche Auffälligkeiten, bei denen Betroffene stutzig werden sollten. Denn die Betrüger schwindeln ihren Opfern auf Internetplattformen zwar die große Liebe vor, sind aber nur auf deren Geld aus.
Auffällig sind laut Polizei diese Aspekte:
Bereits nach kurzer Zeit werden die Opfer mit Liebesbekundungen überhäuft und es wird von einer gemeinsamen Zukunft gesprochen.
Persönliche Treffen werden zwar angekündigt, jedoch immer wieder kurzfristig mit fadenscheinigen Begründungen abgesagt.
Stattdessen werden die Opfer um Geld, Gutscheincodes oder andere finanzielle Gefälligkeiten gebeten.
Tipp: Mit Freunden über Internetkontakte sprechen
Die Polizei empfiehlt, über Internetbekanntschaften mit Freunden und Angehörigen zu sprechen und Kontakte aus dem Internet kritisch zu hinterfragen. Die Beamten warnen zudem davor, Menschen Geld zukommen zu lassen, ohne sie jemals vorher persönlich getroffen zu haben. Persönliche und intime Daten sollten ebenfalls nicht geteilt werden.
Bei Verdacht auf einen Betrug sollten Betroffene Namen und Bilder der vermeintlichen Bekanntschaft im Internet recherchieren, Beweise wie Chats, E-Mails oder Überweisungen sichern und Anzeige bei der Polizei erstatten.