Nordrhein-WestfalenDüsseldorferin soll 15.000 Euro für IS gesammelt haben

15.000 Euro Spenden, Briefe mit Durchhalteparolen und Werbung für den IS: Eine Düsseldorferin soll sich als Unterstützerin der Terrormiliz "Islamischer Staat" betätigt haben. Nun muss sie vor Gericht.
Düsseldorf (dpa/lnw) - Eine 42-jährige Düsseldorferin muss sich ab Ende Mai im Hochsicherheitstrakt des Oberlandesgerichts als mutmaßliche Unterstützerin der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) verantworten. Die Bundesanwaltschaft hatte im Februar Anklage gegen die Deutsche erhoben. Wie das Gericht nun mitteilte, hat es die Anklage zur Verhandlung zugelassen.
Die oberste deutsche Anklagebehörde wirft der Frau vor, seit spätestens 2019 eine Initiative zur Gefangenenhilfe für Mitglieder, Unterstützer und Sympathisanten des IS in Deutschland und im Ausland betrieben zu haben. Sie wurde im September in Düsseldorf festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.
Laut Bundesanwaltschaft soll sie über im Internet Spenden in Höhe von fast 15.000 Euro gesammelt und die Gelder an inhaftierte Begünstigte oder deren Angehörigen weitergegeben haben. Zudem habe sie online dazu aufgerufen, Briefe und Fotos mit Durchhalteparolen des IS zu verfassen, um die Inhaftierten darin zu bestärken, dem IS treu zu bleiben.
Das Gericht hat für den Prozess, der am 28. Mai beginnt, elf Verhandlungstage bis Anfang Juli angesetzt.