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Nordrhein-WestfalenKeine Auffälligkeiten bei Scharrenbach-Mitarbeiterbefragung

05.10.2026, 15:39 Uhr
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Die anonymen Mobbingvorwürfe gegen Ministerin Scharrenbach sind schwer. Doch eine Mitarbeiterbefragung kam zu keinen auffälligen Ergebnissen. Die Rücklaufquote lag allerdings nur bei 52 Prozent.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Eine Mitarbeiterbefragung zu psychischen Belastungen im Bauministerium von NRW-Ministerin Ina Scharrenbach hat nach Angaben eines Personalberaters keine Auffälligkeiten hervorgebracht. Es habe sich um "relativ übliche Belastungsschwerpunkte gehandelt", sagte der 62-Jährige als Zeuge im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den Mobbingvorwürfen gegen die NRW-Kommunal- und Bauministerin. "Es gab nichts, was für uns besonders auffällig war."

Allerdings sei die Rücklaufquote der Befragung mit 52 Prozent relativ niedrig gewesen, räumte der Mitarbeiter eines Bochumer wissenschaftlichen Instituts für Arbeitsgestaltung ein. Zudem seien die Mitarbeiter des Ministeriums immer standardmäßig nur nach ihren jeweils direkten Vorgesetzten, nicht aber nach der Ministerin befragt worden. Über das Führungsverhalten der obersten Führungsebene sage die Befragung "relativ wenig aus", sagte er. Es sei auch nicht nach Machtmissbrauch gefragt worden.

Ergebnisse aussagekräftig, aber nicht "desaströs"

Trotzdem halte er die Ergebnisse für aussagekräftig. Entsprechend niedrige Rücklaufquoten gebe es auch in anderen Unternehmen. Die Ergebnisse gäben dennoch eine gute Orientierung, wo Belastungen bei Mitarbeitern lägen. Er würde sie im Fall des Scharrenbach-Ministeriums aber nicht als "desaströs" bezeichnen, so der Zeuge. Es habe jedoch eine Reihe von Belastungsschwerpunkten gegeben, besonders im organisatorischen Bereich, an denen das Ministerium seiner Meinung nach arbeiten müsste.

Der Vertrag zur Mitarbeiterbefragung war den Angaben zufolge als Bestandteil einer Gefährdungsbeurteilung mit dem Scharrenbach-Ministerium Ende August 2025 geschlossen worden. Die Ergebnisse wurden im Dezember 2025 präsentiert.

Scharrenbach hatte Fehler eingeräumt

Ausgangspunkt der Machtmissbrauchsvorwürfe gegen Scharrenbach war ein "Spiegel"-Bericht vom März dieses Jahres. Dem Nachrichtenmagazin zufolge hatten sich Mitarbeiter über barsches Verhalten bis hin zu gesundheitsschädigenden Umgangsformen sowie "desaströses Führungsverhalten" beklagt. Die inzwischen 50-jährige CDU-Politikerin hatte Fehler eingeräumt und Verbesserungen angekündigt, Mobbing-Vorwürfe aber zurückgewiesen.

Quelle: dpa

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