Nordrhein-WestfalenNach Rockerstreit mit Messern: Polizei durchsucht Wohnungen

Am Rande einer Strandparty am Lippesee werden bei einem Konflikt zwischen Rockern zwei Männer durch Messerstiche verletzt. Nun hat die Polizei bei drei Tatverdächtigen Beweise gesichert.
Paderborn/Köln (dpa/lnw) - Bei einer Auseinandersetzung zwischen verfeindeten Rockergruppen werden zwei Männer durch Messerstiche schwer verletzt - knapp zwei Monate nach dem Vorfall am Rande einer Party am Lippesee bei Paderborn hat die Polizei drei Tatverdächtige im Visier. Unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften durchsuchte sie am Morgen Wohnungen der drei Beschuldigten in Bad Lippspringe (Kreis Paderborn), Köln und Windeck (Rhein-Sieg-Kreis), wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen.
Gegen die drei werde wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt. Sie seien durch intensive Ermittlungen in den Fokus gerückt. Festnahmen habe es nicht gegeben, allerdings seien Beweise gesichert worden. Während der Tatverdächtige aus Köln nicht angetroffen werden konnte, seien die anderen, beides 43-jährige Deutsche, nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen worden.
Das ist über den Streit an der Strandbar bekannt
Vor einer Strandbar waren bisherigen Erkenntnissen der Polizei zufolge am Abend des 27. Junis zwei Personengruppen aufeinander losgegangen. Laut den Ermittlern soll es sich dabei um zwei verfeindete Rockergruppen gehandelt haben. Zur Frage, welche Rockergruppen beteiligt waren, machte die Polizei auch auf Nachfrage keine Angaben.
Bei der Auseinandersetzung waren ein 22-Jähriger und ein 31-Jähriger schwer durch Messerstiche verletzt worden. Der jüngere war in der Flanke, der ältere in der Brust getroffen worden. Beide waren früheren Angaben zufolge notoperiert worden.