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Nordrhein-WestfalenPolanski: Kleindienst noch nicht bereit für 90 Minuten

11.08.2026, 09:33 Uhr
Tim-Kleindienst-ist-wieder-zurueck-auf-dem-Trainingsplatz

Nach schwieriger Debütsaison startet Eugen Polanski mit Borussia Mönchengladbach ambitioniert in die neue Spielzeit. Sein Kapitän ist noch nicht zu 100 Prozent belastbar.

Mönchengladbach (dpa/lnw) - Borussia Mönchengladbachs Trainer Eugen Polanski sieht Kapitän Tim Kleindienst nach dessen langer Reha noch nicht bereit für ein komplettes Bundesliga-Spiel. "Wir wollen die Spielzeit weiter erhöhen, sodass er sich immer besser fühlt. Aktuell reicht das noch nicht für 90 Minuten Bundesliga. Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt für seinen Körper auch nicht richtig", sagte in einem Interview mit der "Rheinischen Post".

Als mögliche Alternative nannte Polanski den neu verpflichteten Isac Lidberg. Der Schwede könne Kleindienst ersetzen oder auch zusammen mit ihm auflaufen, betonte der Trainer. Vor der neuen Saison ist sich der 40-Jährige des Drucks auf seinem Posten bewusst. "Ich weiß, dass ich der Erste bin, der fliegt, wenn die Ergebnisse nicht stimmen", betonte Polanski. Sein Anspruch sei es, aus den Gegebenheiten das Beste zu machen.

Polanski von Kritik "verwundert"

Die Kritik an seiner Person in der vergangenen Saison habe ihn durchaus beschäftigt, räumte er ein. "Kritik gehört dazu, egal ob positiv oder negativ. Ich war schon verwundert, wie schnell das im Fußball alles geht, wie die Kritik zustande kommt und wer sie publiziert", sagte Polanski. "Ich würde lügen, wenn ich sage, dass sie mich gar nicht mitgenommen hat." Er habe mittlerweile aber gelernt, damit umzugehen und wisse, von wem er Kritik annehmen könne.

Nach einer schwierigen Debütsaison mahnte Polanski, dass die Erwartungen an die Borussia hinterfragt werden müssten. "Welche finanziellen Möglichkeiten gibt es? Welche Qualität an Spielern ist vorhanden? All das spielt bei der Bewertung von Ergebnissen und Trainern eine Rolle", erklärte er. Für die neue Saison sieht Polanski die nach langem Abstiegskampf auf Platz zwölf gelandete Fohlenelf dennoch als "maximal ambitioniert".

Quelle: dpa

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