Rheinland-Pfalz & SaarlandBildungsministerin: Weniger Bildschirmzeit, mehr Pausenhof

Wofür steht Ute Eiling-Hütig, die Ministerpräsident Gordon Schnieder aus Bayern nach Rheinland-Pfalz lockte?
Koblenz/Trier (dpa/lrs) - In der Diskussion um Handys an Schulen unterscheidet die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) zwischen privatem Nutzungsverbot und Medienkompetenz. "Wenn die Kinder aus der Schule kommen, müssen sie mit digitalen Endgeräten umgehen können. Während der Schulzeit aber sollten wir die Bildschirmzeit reduzieren", sagte sie der "Rhein-Zeitung" und dem "Trierischen Volksfreund". In der Schule sei es besser, wenn Kinder sich unterhielten oder auf dem Pausenhof Fußball spielten.
Zum Schritt der britischen Regierung, diverse Plattformen für unter 16-Jährige zu verbieten, sagte Eiling-Hütig, was man ins Internet setze, hole man nicht wieder ein. "Wir übertragen den jungen Menschen damit eine gewisse Verantwortung. Aber sie können die Folgen, die Konsequenzen noch gar nicht überblicken." Dafür brauche man ein entsprechendes Alter. "Wichtig ist, dass wir bei diesem Thema die Plattformbetreiber mit in die Verantwortung nehmen."
Ein pauschales Social-Media-Verbot halte sie für falsch. "Wir müssen schauen, in welchen Altersgruppen wir was freigeben können", sagte Eiling-Hütig. Es wäre gut, mit den Bundesländern einen Konsens zu finden. "Aktuell gibt es noch unterschiedliche Auffassungen."