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Rheinland-Pfalz & SaarlandDrei Frauen, drei Perspektiven: Museum würdigt Künstlerinnen

14.02.2026, 03:31 Uhr
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Werke, die mitunter im Schatten stehen: Ausstellungen in der Pfalz erzählen von Eigenständigkeit, Durchsetzung und auch von später Anerkennung.

Kaiserslautern (dpa/lrs) - Das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern (mpk) richtet 2026 den Blick verstärkt auf künstlerische Positionen von Frauen und verbindet dies mit einem abwechslungsreichen Programm. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten der Malerin Tina Blau, der Architektin und Designerin Eileen Gray sowie der Bildhauerin Madeleine Dietz, die in unterschiedlichen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen wirkten, wie die Veranstalter mitteilten.

"Die Werke zeugen von Eigenständigkeit und gestalterischer Kraft, wurden jedoch lange weniger wahrgenommen als die ihrer männlichen Zeitgenossen", sagte eine Sprecherin. Mit den Ausstellungen würdige das mpk drei Künstlerinnen, deren Beitrag zur Kunstgeschichte neu eingeordnet werde.

Programm mit Haltung

Den Auftakt bildet eine Ausstellung (bis 25. Mai) zur österreichischen Malerin Tina Blau (1845-1916). Ihre Praterlandschaft gehört seit 1903 zum Bestand des mpk und gilt als eines der bedeutendsten Gemälde der Sammlung. "In Kooperation mit dem Belvedere Wien und der Universität Wien entsteht eine Präsentation, die das Werk der in Deutschland fast unbekannten Impressionistin in seiner künstlerischen Entwicklung neu beleuchtet", teilte das Museum mit.

Ein weiterer Schwerpunkt gilt der irischen Künstlerin Eileen Gray (1878-1976), die mit ihrem Wohnhaus E.1027 an der Côte d’Azur internationale Aufmerksamkeit erlangte. In Zusammenarbeit mit der RPTU Kaiserslautern zeigt das mpk ausgewählte Designobjekte und Raumkonzepte. Ergänzt wird die Ausstellung (3. Mai bis 8. November 2026) durch ein begehbares Raumelement der Bühnen- und Kostümbildnerin Anna Viebrock.

Gestalterische Kraft

Mit einer retrospektiven Schau (8. November 2026 bis 7. Februar 2027) würdigt das mpk zudem die vielfach ausgezeichnete Künstlerin Madeleine Dietz, die zu den profiliertesten Gestalterinnen der Pfalz zählt. Gezeigt werden großformatige Plastiken und Installationen aus Erde, Stahl und Licht.

Quelle: dpa

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