Rheinland-Pfalz & SaarlandUmfrage: Neue Regierung soll Wirtschaft mehr in Fokus rücken

In wenigen Wochen wird in Rheinland-Pfalz gewählt. Die Erwartungen der Bevölkerung an das künftige Regierungsbündnis sind hoch.
Mainz/Berlin (dpa/lrs) - Klarer Auftrag an die künftige Landesregierung in Rheinland-Pfalz: 80 Prozent der Bevölkerung im Land wünscht sich nach einer Insa-Umfrage im Auftrag des Verbands der Familienunternehmer, dass das nächste Regierungsbündnis der Wirtschaft hohe Priorität einräumt. 70 Prozent der Befragten sehen demnach die Landespolitik in zentraler Verantwortung für wirtschaftliche Stärke und Stabilität in Rheinland-Pfalz.
Rund der Hälfte (51 Prozent) beurteilten die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen fünf Jahre als negativ. Unzufrieden mit der Wirtschaftspolitik der amtierenden Ampelregierung äußerten sich nach der Umfrage 53 Prozent. Jede dritte Rheinland-Pfälzerin und jeder dritte Rheinland-Pfälzer sorge sich um den eigenen Arbeitsplatz, 35 Prozent berichteten von Arbeitsplatzängsten im direkten persönlichen Umfeld.
Als die drei maßgeblich Gründe für die wirtschaftlichen Probleme werden nach den Ergebnissen der Befragung hohe Energiekosten (49 Prozent), hohe Bürokratie und langsame Genehmigungen (48 Prozent) sowie die hohe Steuern- und Abgabenlast (41 Prozent) genannt. Für die Umfrage waren 1.000 Bürgerinnen und Bürgern in Rheinland-Pfalz ab 18 Jahren online befragt worden.
"Wenn Menschen Angst um ihren Job haben, ist das ein Warnsignal für den Standort", mahnte Kai Rinklake, Landesvorsitzender des Verbands der Familienunternehmer in Rheinland-Pfalz. "Wir müssen die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz entfesseln, in dem wir die politischen Blockaden überwinden." Die Unternehmen benötigten bessere Bedingungen für Investitionen, Innovationen und zur Sicherung von Arbeitsplätzen.