Rheinland-Pfalz & SaarlandMinisterin sieht "Weckruf" - private Handys verbieten

Das geplante Verbot der privaten Handynutzung während der Schulzeit ist für Bildungsministerin Eiling-Hütig eine wichtige Maßnahme für bessere Ergebnisse. Was sie sonst über die Pisa-Ergebnisse sagt.
Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig nennt die Pisa-Ergebnisse einen "klaren Weckruf". "Die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Messungen sind ein Tiefpunkt und ein mehr als deutlicher Auftrag", sagte die CDU-Politikerin in Mainz. "Insbesondere die zurückgehende Chancengleichheit je nach sozialer Herkunft empfinde ich als alarmierendes Signal."
Schnell frühkindliche Bildung und Sprache fördern
Die Diagnose sei klar und die Bildungsministerkonferenz, der Bund und die Länder hätten schon einige Maßnahmen eingeleitet. Rheinland-Pfalz werde diese "beschleunigt umsetzen" mit einer stärkeren frühkindlichen Bildung, frühen Sprachstandserhebungen, mehr Sprachförderung und einem Ausbau der Naturwissenschaften und der Informatik.
Ministerin setzt auf Handyverbot
"Vor dem Hintergrund der immer weiter abnehmenden Kompetenzen und den international vergleichbaren Herausforderungen bin ich zugleich umso mehr überzeugt, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler vor einer überbordenden und ungesunden Einwirkung digitaler Medien schützen müssen", betonte die Ministerin. "Medienkompetenz bleibt wichtig, aber ein Verbot der privaten Handynutzung während der Schulzeit, wie wir es in Rheinland-Pfalz zeitnah anstreben, ist für eine gute und sichere Entwicklung der Kinder genauso unerlässlich."
Die Pisa-Ergebnisse basieren auf einer für Deutschland insgesamt repräsentativen Stichprobe, sie lassen keine Rückschlüsse auf die Kompetenzen der rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler zu. Zwölf weiterführende Schulen aus dem Bundesland waren dabei.