Rheinland-Pfalz & SaarlandKSB trotzt Krise – vorsichtiger Optimismus trotz Nahostkrieg

Das international tätige Unternehmen profitiert von einer starken Nachfrage bei Pumpen. Für 2026 rechnen die Pfälzer damit, dass konjunkturelle Abschwünge das Ergebnis beeinflussen könnten.
Frankenthal (dpa/lrs) - Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB zeigt sich trotz des Irankriegs für das laufende Jahr verhalten zuversichtlich. "Der Krieg im Mittleren Osten führt zu einer sehr angespannten weltpolitischen Lage", teilte der Sprecher der Geschäftsleitung, Stephan Timmermann, bei Vorlage der endgültigen Zahlen im pfälzischen Frankenthal mit.
Die gestiegenen Energie- und Logistikkosten seien bereits heute spürbar. Der Konflikt dürfte sich auf die Kennzahlen von KSB in den ersten Monaten des Jahres auswirken. Die Dividende für 2025 will die Geschäftsführung stabil halten. Das Unternehmen hatte bereits im Februar Eckdaten vorgelegt, die es nun bestätigte. Den Ausblick konkretisierte das Unternehmen.
Sowohl Steigerungen als auch Rückgänge möglich
Den Planungen zufolge soll der Auftragseingang 2026 vom im Vorjahr erreichten Rekordwert von 3,2 Milliarden auf bis zu 3,5 Milliarden Euro steigen, er könnte aber auch auf 3,1 Milliarden Euro zurückgehen. Beim Umsatz steht eine Bandbreite von 2,9 bis 3,2 Milliarden Euro im Plan. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte zwischen 220 und 265 Millionen Euro liegen. Damit wären auch bei Erlös und Ergebnis sowohl Steigerungen als auch Rückgänge möglich.
2025 stieg der Umsatz wie bereits bekannt im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro. Zum Zuwachs trug vor allem das Pumpengeschäft bei. Der Auftragseingang zog in dem Zeitraum ähnlich stark wie der Erlös auf 3,2 Milliarden Euro an. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich um gut drei Prozent auf 252 Millionen Euro.
Dividende stabil
Unter dem Strich blieb im vergangenen Jahr ein Gewinn von 166,4 Millionen Euro und damit 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende will die Geschäftsführung stabil halten. KSB will demnach der Hauptversammlung im Mai eine Ausschüttung von 26,50 Euro je Stammaktie und von 26,76 Euro pro Vorzugspapier vorschlagen.