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Rheinland-Pfalz & SaarlandSchweitzer: Batteriezellfertigung für mehr Energieautonomie

20.03.2026, 03:01 Uhr
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Der SPD-Ministerpräsident hält den Ausbau erneuerbarer Energien für unabdingbar - und er schlägt die Brücke zu einem Projekt in der Pfalz, dem das Aus droht.

Mainz (dpa/lrs) - Angesichts der gestiegenen Spritpreise mahnt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer mehr Tempo auf dem Weg hin zu mehr europäischer Unabhängigkeit bei Energie und Technologien an. Eine Unabhängigkeit in der Energieversorgung werde nur mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und einer Batteriezellfertigung "Made in Germany" erreicht, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Der Bau einer Produktionsstätte für Batteriezellen war in Kaiserslautern geplant. Deutschland und Frankreich hatten dafür Fördermittel in Höhe von 1,3 Milliarden Euro zugesagt, rund 2.000 Arbeitsplätze sollten entstehen. Doch dann zog sich das Unternehmen ACC, hinter dem die Opel-Mutter Stellantis sowie die Konzerne Mercedes-Benz und Total Energies stehen, zurück.

"Uns läuft die Zeit davon"

Schweitzer wandte sich in einem Brief an Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und forderte schnelle Gespräche dazu. Leider habe er noch keine Rückmeldung erhalten, sagte der Sozialdemokrat. "Das ist bedauerlich, denn uns läuft die Zeit davon." Deutschland müsse sich in Schlüsseltechnologien unabhängig machen von anderen Ländern wie China.

Auf Landesebene hatte Schweitzer zu einem runden Tisch mit Vertretern von ACC, aus der Landespolitik, von Gewerkschaften sowie Unternehmerverbänden geladen. Nach dem Treffen hatten Teilnehmer dafür plädiert, auch mögliche andere Investoren in den Blick zu nehmen. Der Bedarf an in Deutschland hergestellten Batteriezellen sei nicht auf die Automobilbranche beschränkt, sagte Schweitzer nun. "Vielmehr rücken hier auch die Bereiche Wehrtechnik sowie kritische Infrastruktur in den Fokus." Insgesamt sei Europa noch immer zu weit entfernt vom selbst gesteckten Ziel einer Energieautonomie.

Quelle: dpa

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