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Rheinland-Pfalz & SaarlandVandalismus: Urin im Weihwasserbecken und beschädigte Bänke

23.07.2026, 16:17 Uhr
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Schock am Sonntag: Haken abgebrochen, Beichtstuhltür schief. Warum die Gemeinde nun drastische Schritte erwägt und was der Propst über Videoüberwachung denkt.

Worms (dpa/lrs) - Ins Weihwasserbecken uriniert und Bänke beschädigt haben Unbekannte in der Kirche St. Bonifatius in Worms. Sie schlugen die Haken an den Bänken, die für Handtaschen gedacht waren, gewaltsam ab, verkratzten die Bänke und hinterließen eine barocke Beichtstuhltür schief in den Angeln, wie Tobias Schäfer, Probst und leitender Pfarrer der Pfarrei St. Nikolaus Worms-Wonnegau mitteilte.

Die Schäden waren bereits am Sonntag entdeckt und Anzeige erstattet worden. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Laut Polizei ist in der Anzeige von einer unbekannten Flüssigkeit im Weihwasserbecken die Rede, die jedoch nicht als Sachbeschädigung gilt. Die Höhe des Schadens ist unklar. "Viel tiefer aber als der materielle Schaden wiegt der Schock, dass heutzutage blindwütiger Vandalismus selbst vor einem Gotteshaus nicht Halt macht", teilte Gemeindereferentin Martina Bugert mit, die als Seelsorgerin für die Gemeinde zuständig ist. In Absprache mit der Polizei bleibe die Kirche vorerst tagsüber geschlossen.

Schäfer sagte, solche Form von Vandalismus sei kein Einzelfall. Eine Videoüberwachung wird derzeit erwogen, sagte er, hält dies jedoch für keine gute Option. "Kirchen müssen Orte sein, wo jemand unbeobachtet einfach einmal beten oder eine Kerze anzünden kann und sollten nicht den Eindruck eines Hochsicherheitstraktes vermitteln", so der Propst. Die Polizei ermittelt.

Quelle: dpa

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