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Rheinland-Pfalz & Saarland"Zutiefst schockiert" - Gedenken für getötete Studentin

23.07.2026, 13:53 Uhr
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Zwei Tötungsdelikte in wenigen Tagen erschüttern die Uni Trier. Die Ermittlungen laufen. Warum der Innenminister zur Gedenkfeier gekommen ist.

Trier (dpa/lrs) - Mit einer Schweigeminute haben mehr als 200 Menschen an der Universität Trier einer kürzlich getöteten Studentin gedacht. In Trauer vereint kamen sie in der Kapelle auf dem Campus II zusammen. "Wir stehen hier in Trier zusammen", sagte Uni-Präsidentin Eva Martha Eckkrammer. Der Tod der 29-Jährigen erfülle die Universität "mit tiefer Trauer und großer Fassungslosigkeit". Viele trugen sich in Kondolenzbücher ein.

Die 29-Jährige war am Sonntag tot in ihrer Wohnung in Trier gefunden worden. Aufgrund der Verletzungen geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus. Das habe eine Obduktion bestätigt, sagte eine Sprecherin. Weitere Angaben gibt es nicht. "Die Ermittlungen laufen auf absoluten Hochtouren."

Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen ist das zweite Tötungsdelikt an einem Studenten der Universität Trier innerhalb von wenigen Tagen gewesen. Am 15. Juli war ein 22-Jähriger nahe der Uni auf offener Straße erstochen worden. Tatverdächtig in diesem Fall ist ein 22 Jahre alter Mann aus Afghanistan.

Minister: Landesregierung lässt Trier nicht allein

Die schmerzhaften Verluste der vergangenen Tage hätten die Uni "zutiefst schockiert", sagte Eckkrammer. Trauer, Sprachlosigkeit und Verunsicherung seien in der Universitätsgemeinschaft spürbar und greifbar. "Wir versuchen alle, auf unsere Weise mit dem Unfassbaren umzugehen."

Zu dem Gedenken war auch der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert (CDU) gekommen. Die Landesregierung wolle zeigen, "dass wir in dieser schwierigen Zeit die Menschen in der Stadt Trier und alle, die damit zusammenhängen, nicht allein lassen." Die Taten hätte eine tiefe Betroffenheit und auch Fassungslosigkeit ausgelöst.

"Die Universitätsgemeinschaft trauert"

"Wir werden alles tun in den beiden Fällen, um die jetzt notwendigen Dinge zu machen", sagte der Minister. Er bat um Verständnis, dass man im Fall der getöteten Studentin zurzeit keine weiteren Auskünfte geben könnte, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden. "Sobald wir Erkenntnisse haben, werden wir die Menschen entsprechend informieren", sagte Schwickert.

Die Startseite des Internet-Auftritts der Universität Trier ist schwarz. Zu lesen ist der Satz: "Die Universitätsgemeinschaft trauert."

Der getötete Student wird an diesem Samstag in seiner Heimatgemeinde in Landstuhl (Kreis Kaiserslautern) beigesetzt. Innenminister Schwickert und der Chef der Staatskanzlei, Marcus Klein (CDU), werden an der Besetzung teilnehmen. Das teilte eine Regierungssprecherin der dpa mit.

Quelle: dpa

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