Sachsen-AnhaltDAK: Krankenstand in Sachsen-Anhalt leicht gesunken

Weniger Grippe, mehr psychische Probleme: Die Krankenkasse sieht in Sachsen-Anhalt einen leichten Rückgang beim Krankenstand. Wie sehen die Zahlen für das erste Halbjahr genau aus?
Magdeburg (dpa/sa) - Bei den Versicherten der Krankenkasse DAK in Sachsen-Anhalt sind die krankheitsbedingten Arbeitsausfälle im ersten Halbjahr dieses Jahres leicht zurückgegangen. Der Krankenstand lag bei 6,3 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert, wie die Krankenkasse mitteilte. Das bedeutet, dass an jedem Tag von Januar bis Juni im Schnitt 63 von 1.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben waren. Die DAK bezifferte die durchschnittliche Erkrankungsdauer im ersten Halbjahr mit 10,3 Tagen und damit identisch mit dem Wert aus 2025.
Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut nach Angaben der Krankenkasse die Daten von mehr als 44.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Sachsen-Anhalt aus. Dabei zeigte sich, dass immer weniger Atemwegskrankheiten wie Grippe und Erkältung, aber immer mehr psychische Probleme zu Krankschreibungen führten. Den größten Anteil am Krankenstand hätten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, zu denen unter anderem Rückenschmerzen gehörten.