SachsenKrankschreibungen: Weniger Grippe, mehr psychische Leiden

Eine aktuelle DAK-Analyse zeigt: Trotz schwächerer Grippesaison bleiben Atemwegserkrankungen in Sachsen häufigster Grund für Fehltage. Der Krankenstand nimmt leicht ab.
Dresden (dpa/sn) - Weniger Grippe und Co., aber mehr psychische Erkrankungen - so lautet die Bilanz der Krankenkasse DAK zu den Krankschreibungen in der ersten Jahreshälfte 2026 in Sachsen. Besonders auffällig ist demnach der starke Rückgang der Atemwegserkrankungen um 20 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025. Husten, Schnupfen, grippale Infekte, Influenza, Corona und Co. sorgten im Freistaat für 1,93 Fehltage pro Beschäftigtem. Im Vorjahr waren es 2,41 Fehltage.
Grippesaison mit deutlich weniger Fällen
Bei den Zahlen macht sich eine deutlich schwächere Grippesaison bemerkbar: Von Ende September 2025 bis Ende April 2026 waren in Sachsen 28.550 Menschen an dem Virus erkrankt, das waren fast 16.000 weniger als in der Saison 2024/2025 mit einer sehr stark ausgeprägten Influenzawelle.
Bei den Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen gab es ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zu 2025. Damit hat sich der Trend vom Vorjahr umgewandelt. Damals hatte die DAK im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 noch einen Rückgang um 10 Prozent vermeldet.
Krankenstand leicht niedriger als 2025
Insgesamt lag der Krankenstand laut den Daten im ersten Halbjahr mit 5,5 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert (5,4 Prozent). Damit ist gemeint, dass an jedem Tag durchschnittlich 55 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben waren. Die Krankgeschriebenen fehlten im Schnitt 9,5 Tage.
Trotz des Rückgangs sind die Atemwegserkrankungen weiterhin der häufigste Krankschreibungsgrund. Danach folgen Beschwerden an Muskeln und Skelett, darunter Rückenschmerzen. Psychische Erkrankungen sind dritthäufigster Grund.
Die DAK hatte für die Analyse die Daten von 50.400 erwerbstätigen Versicherten in Sachsen ausgewertet.