Rheinland-Pfalz & SaarlandWaldbrand bei Nonnweiler weitgehend unter Kontrolle

Ein Waldbrand im Kreis St. Wendel hat Einsatzkräfte die Nacht über beschäftigt. Auch heute gehen die Arbeiten weiter. Es gibt auch Verletzte.
Saarbrücken (dpa/lrs) - Nach einem größeren Waldbrand zwischen Primstal und Kastel (Kreis St. Wendel) dauern die Löscharbeiten noch an. "Wir haben das Feuer die Nacht über in Schach gehalten", sagte der Brandinspekteur des Kreises St. Wendel, Dirk Schäfer. "Jetzt versuchen wir die Glutnester alle abzulöschen." Die Arbeiten würden den Tag über weitergehen.
Zudem werde an den Rändern des Brandgeschehens in einer Schneise noch mal abgelöscht, "damit es keinen Übersprung mehr gibt auf den aktiven Bestand", sagte er. Der Brand war am Donnerstagabend rasch größer geworden: Das Feuer breitete sich auf rund fünf Hektar aus.
Bei den Löscharbeiten seien mehr als 300 Einsatzkräfte im Einsatz gewesen. Auch am Morgen waren noch etwa 50 Helfer vor Ort. Sieben Einsatzkräfte seien wegen Rauchgas oder Stürzen leicht verletzt worden, sagte Schäfer.
Warnmeldungen für Bevölkerung
Trotz des Ausmaßes des Brandes waren keine Evakuierungen erforderlich, da sich die Flammen ausschließlich in dem Waldgebiet ausbreiteten. Die nahe Landstraße 147 sei aber vorsorglich gesperrt worden.
Mit einer Warnmeldung am Abend wurden die Menschen in der Umgebung zeitweise aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungen und Klimaanlagen abzuschalten. Die Warnung wurde später wieder aufgehoben.
Flammen an Steilhang
Der Brandherd befand sich in der Nähe einer Kläranlage an einem Steilhang, hieß es. Das Feuer dort war zu Beginn schwer unter Kontrolle zu bekommen. Landesbrandinspekteur Timo Meyer und Saar-Innenminister Reinhold Jost (SPD) machten sich am Donnerstagabend vor Ort ein Bild von der Lage und den Einsatzmaßnahmen.