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Sachsen-AnhaltFilmkunsttage Sachsen-Anhalt an neun Orten

04.10.2026, 14:52 Uhr
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Sachsen-Anhalt feiert die Filmkunst. Weit über Magdeburg und Halle reicht das Programm. Mehrere Filmkunstpreisträger stehen schon fest. Das erwartet die Besucherinnen und Besucher.

Magdeburg (dpa/sa) - Die Filmkunsttage Sachsen-Anhalt locken ab diesem Dienstag in neun Städte von Salzwedel und Werben (Elbe) bis nach Quedlinburg, Halle und Dessau-Roßlau. Fast 30 Langfilme stehen auf dem Programm, wie eine Übersicht der Veranstalter zeigt. Die Eröffnung ist für Dienstagabend im Filmkunsthaus Studiokino Magdeburg mit Leonie Krippendorffs "Kinder der Sonne" geplant. Darin reisen vier junge Menschen aus Berlin nach Griechenland auf der Suche nach maximaler Freiheit. Ein verheerender Waldbrand macht vor ihrem Paradies keinen Halt, hieß es vorab.

Langfilm- und Kurzfilm-Wettbewerb

Im Wettbewerb Langfilm konkurrieren sechs Spiel- und Dokumentarfilme, die bis zum Beginn der Filmkunsttage noch keinen Kinostart hatten, so die Veranstalter. Der Wettbewerb ist demnach mit einem Preisgeld von 5.000 Euro verbunden. Eine Fachjury benennt die Preisträger, die am Sonntag in Magdeburg ausgezeichnet werden. Zum Abschluss der 12. Filmkunsttage Sachsen-Anhalt gibt es eine Vorpremiere: Es wird die neueste Regiearbeit von Oscarpreisträger Volker Schlöndorff gezeigt, eine Verfilmung des Romans "Heimsuchung" von Jenny Erpenbeck. Der Film ist an dem Tag auch im Puschkinkino Halle und im Filmpalast Salzwedel als Abschlussveranstaltung zu sehen.

Im Kurzfilm-Wettbewerb treten sechs Filme unterschiedlicher Genres an. Sie sind maximal 30 Minuten lang und sollen bevorzugt einen regionalen Bezug zum Land Sachsen-Anhalt haben. Die Kurzfilme werden am Mittwoch im Kiez Kino Dessau gezeigt, am Samstagabend im Studiokino Magdeburg, wo auch die Preisverleihung stattfindet. Sachpreis ist ein Gutschein für Postproduktion im Wert von 3.000 Euro.

Auszeichnung für Nachwuchsschauspielerin Frida Hornemann

Der Filmkunstpreis Sachsen-Anhalt in der Kategorie Schauspiel geht in diesem Jahr an Frida Hornemann (Jahrgang 2007), wie es vorab hieß. Regisseurin Eva Trobisch habe sie entdeckt und für die Hauptrolle der Lea in der Familiengeschichte "Etwas ganz Besonderes" besetzt. In den Reihen gestandener Schauspielerinnen und Schauspieler habe sich die Newcomerin mit ihrer "scheinbar mühelosen Natürlichkeit" behauptet und das Spiel der anderen herausgefordert.

Den Filmkunstpreis Spezial bekommen die Casting-Direktorinnen Karimah El-Giamal und Jacqueline Rietz für ihre Besetzung des vielfach ausgezeichneten Films "In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski.

Peter Kurth erhält Ehrenpreis

Ein weiterer Preisträger steht auch schon fest: Der Schauspieler Peter Kurth ("Herbert", "Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße") erhält den Ehrenpreis des Filmkunstpreises Sachsen-Anhalt als Auszeichnung für seine herausragende künstlerischen Leistungen. "Ob als lakonischer Einzelgänger, verletzlicher Charakter oder widersprüchliche Figur: Peter Kurth verleiht seinen Rollen eine besondere Wahrhaftigkeit und prägt bereits über Jahrzehnte das deutsche Kino", hieß es.

Quelle: dpa

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