Sachsen-AnhaltGewerkschaften rufen für Dienstag zum Warnstreik auf

Am Dienstag wollen Gewerkschaften in Sachsen-Anhalt mit Warnstreiks und Demonstrationen den Druck in der Tarifrunde der Länder erhöhen. Das ist geplant.
Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Im Rahmen der laufenden Tarifrunde der Länder rufen Gewerkschaften in Sachsen-Anhalt für den kommenden Dienstag zu Warnstreiks in Verwaltung, an Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf. Der Verdi-Bezirk Sachsen-Anhalt Süd teilte mit, von den Arbeitsniederlegungen seien Landesverwaltungen, die Martin-Luther-Universität, die Hochschule Merseburg, das Universitätsklinikum Halle sowie die Franckeschen Stiftungen betroffen. Es sei am Vormittag eine Demonstration durch die Innenstadt von Halle geplant.
Im Norden Sachsen-Anhalts hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Lehrkräfte und Beschäftigte an Hochschulen zum Ausstand aufgerufen. Angesprochen seien alle Beschäftigten im Geltungsbereich des Tarifvertrags der Länder sowie die studentischen Beschäftigten an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Magdeburg, den Landkreisen Altmarkkreis Salzwedel, Stendal, Börde, Jerichower Land, Salzlandkreis, Harz und Anhalt-Bitterfeld. Auf dem Magdeburger Domplatz werde es am Dienstagvormittag eine Kundgebung geben.
Die nächste Tarifrunde findet am Mittwoch und Donnerstag in Potsdam statt, wie es hieß. "Die Gewerkschaften verhandeln für rund 2,6 Millionen Länder-Beschäftigte, von denen etwa die Hälfte im Bildungsbereich an Schulen, Hochschulen und Landes-Kitas arbeitet", so die GEW. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich. 200 Euro pro Monat mehr soll es für Nachwuchskräfte geben. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen.